„Ich habe ein Video gemacht, das zeigt, wie du dich befriedigst. Mit einem Mausklick kann ich dieses Video an alle Ihre E-Mails und Kontakte in sozialen Netzwerken senden“ – was klingt, wie der Alptraum jedes Teenagers, ist der Inhalt einer verstörenden E-Mail, die 99 Studenten der Hochschule Neu-Ulm am Dienstag erhalten haben.

Verfasst hat die Nachricht ein selbsternannter Computerhacker. In der Mail behauptet er, sich mithilfe eines „Trojaner-Virus“ in den Computer der Opfer gehackt zu haben.

Dann habe er über die Kamera des PCs das besagte Video aufgenommen. Um die Verbreitung dieser Aufnahme zu verhindern, müsse das Opfer nun einen bestimmten Betrag an eine Bitcoin-Adresse senden.

Hochschule bezweifelt Echtheit

Genau das sollen die Empfänger der Nachricht aber nicht machen, rät eine Sprecherin der Hochschule. Sie ist davon überzeugt, dass die Nachricht ein Fake ist. Für diese Annahme spricht auch, dass die E-Mail mit Rechtschreibfehlern gespickt ist. „Wer von der Mail irritiert ist, soll sich an unser Rechenzentrum wenden“, sagte die Sprecherin.

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Ulm

Die Abteilung habe täglich mit solchen E-Mails zu tun. „Die meisten werden jedoch abgefangen, bevor sie überhaupt die Accounts der Studenten erreichen“, berichtet die Sprecherin. In diesem Fall seien aber 99 E-Mails durchgerutscht und in den Spam-Ordnern der Studenten gelandet.

Empfänger als Absender

Wer hinter der dubiosen Nachricht steckt, ist völlig unklar. Als Absender zeigte das E-Mail-Programm stets die Adresse des Studenten an.

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