Mosaikfliesen lösen sich großflächig ab, die Technik ist veraltet, das Planschbecken ist undicht und verliert Wasser: Im städtischen Hallenbad gibt es an einigen Stellen erhebliche Mängel. Die Stadtverwaltung will sie zunächst einmal im Kleinkindbereich und im Dampfbad beseitigen. Sie nutzt die Renovierungsarbeiten gleich für einen Umbau. Das Planschbecken soll künftig bis ans Fenster reichen. Bislang liegt es „wie eine Insel“, wenngleich eine nasse, im Gebäude, sagte Stadtbaudirektor Markus Krämer in der Sitzung des zuständigen Ausschusses, der der Planung zustimmte.

Bisher wurden die Schäden notdürftig repariert, um den Betrieb sicherzustellen, sagte Krämer. Wo Mosaiksteinchen fehlen, wurde mit Fugenmaterial ausgespachtelt, um Verletzungen zu vermeiden. Die Technik im Untergeschoss wurde mit „teils abenteuerlichen Konstruktionen“ vor Wasser geschützt, das durch das undichte Becken und die ebenfalls undichten Entwässerungsrinnen herabtropfte. Das 20 Jahre alte Dampfbad sei abgenutzt, die Technik veraltet.

Da kommt noch einiges

Die Stadtverwaltung will den Umbau in die Sommerferien legen, wenn das Hallenbad ohnehin geschlossen ist. Geplant ist, Mitte Juli anzufangen und zur Eröffnung des Bades Anfang September fertig zu sein, sagte Eugen Scheel vom Gebäudemanagement. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 480 000 Euro, die Ausschreibung werde derzeit vorbereitet.

Diese Sanierung wird „sicher nicht die letzte Baustelle im Hallenbad sein“, sagte Stadtbaudirektor Krämer. Sorgen bereitet ihm vor allem die Technik im Untergeschoss: „Da kommt noch viel.“ Ein Ingenieurbüro untersuche gerade, was zu tun ist und wie die Arbeiten portioniert werden können. Zuletzt wurde 2016 das gläserne Pyramidendach ersetzt, nachdem zuvor schon die durchgefaulten Holzträger mit Stahlteilen verstärkt worden waren.