Die Ankündigung der Stadt Neu-Ulm, ergänzend zur Kriminalitätsstatistik das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger über ein sogenanntes Sicherheitsaudit ermitteln zu wollen, scheint einen Nerv in der Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm zu treffen. Bei einer Umfrage auf unserem Nachrichtenportal swp.de gaben knapp 76 Prozent der Teilnehmer an, sie fühlten sich „manchmal in der Stadt unsicher“. Nur etwas über 24 Prozent gaben an, dass sie sich „total sicher fühlen“. An der Umfrage, die am Donnerstagabend und Freitag lief, nahmen bis Freitagabend knapp 100 Menschen teil.

Es wird mehr gepöbelt und gegrapscht

Auch auf Facebook zeigte sich im selben Zeitraum ein ähnliches Bild: User, die kommentierten, dass sie sich in der Doppelstadt an der Donau sicher und wohl fühlten, waren in der Minderzahl. Häufiger waren hingegen Kommentare zu lesen, die auf ein gesunkenes Gefühl subjektiver Sicherheit hindeuten könnten. Als Beispiele werden ein zunehmend respektloserer Umgang, Pöbeleien und Grapschereien genannt.

Dieses Jahr bisher weniger Straftaten in Neu-Ulm

Die Stadt Neu-Ulm plant wie berichtet, im kommenden Jahr eine Studie zur subjektiven Sicherheit durchzuführen. Dazu sollen 8000 Menschen interviewt werden. Auch die Stadt Ulm möchte eine solche Studie durchführen. Der Kriminalitätsstatistik zufolge hat es in Neu-Ulm in den ersten zehn Monaten des Jahres 2019 weniger Straftaten gegeben als im Vorjahr.