Nicky Jam Neu-Ulm: Ärger um Tickets für abgesagtes Konzert

Nicky Jam (hier links im Bild) hat sein Konzert in Neu-Ulm abgesagt.
Nicky Jam (hier links im Bild) hat sein Konzert in Neu-Ulm abgesagt. © Foto: AFP
Neu-Ulm / SWP 05.06.2018
Um das abgesagte Konzert von Nicky Jam in Neu-Ulm gibt es Ärger: Ticketinhaber könnten einem Medienbericht zufolge auf den Kosten sitzen bleiben.

Das riecht nach gewaltig Ärger: Die Absage des Konzerts von NIcky Jam, Sänger des offiziellen WM-Songs in Russland (“Live it up“) am vergangenen Samstag könnte Ticketinhaber teuer zu stehen kommen. Denn, wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet, könnten die auf den Kosten für die Karten sitzen bleiben.

Tausende betroffen?

Das ist passiert: Am 24. Mai hatte der Pressesprecher der Ratiopharm-Arena, wo das Konzert hätte stattfinden sollen, angekündigt: „Bereits gekaufte Tickets können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen, an denen sie erworben wurden, zurückgegeben werden.“ Doch der Konzertveranstalter Starshine, eine Firma mit Standorten in Miami (USA) und Fellbach bei Stuttgart, ist scheinbar in finanzielle Schieflage geraten.

Im offiziellen Kündigungsstatement der Agentur ist von einem „sehr schlechten Gesundheitszustand“ – namentlich einem „Herzanfall“ – des Geschäftsführers die Rede. Ferner wird proklamiert, die Agentur sei „in keiner Weise für die Absage verantwortlich“ und dass die anderen Konzerte in Europa nicht betroffen seien. Andererseits: Dem Artikel zufolge soll der Starshine-Geschäftsführer Michel Sprick in einem mittlerweile wieder gelöschten Video auf Facebook unter Tränen von „einer Million Euro Schulden“ sprechen.

Geschäftsführer krank – oder mit hohen Schulden?

Weiter führt er offenbar aus: „Jetzt habe ich alles verloren, was ich hab’“, sagt Sprick unter Tränen. Er habe den „falschen Leuten“ vertraut und sei allein für Nicky Jam mit 150.000 Euro in Vorleistung gegangen. Er habe „alles verloren“ das Business sei voller „Lügner und Betrüger“.

Betrug – genau das wittern viele Nutzer auf Facebook offenbar von seiner Seite. Anette Frey etwa postete unter dem Kündigungsstatement von Starshine: „Das Allerletzte. Wan bekommt man sein Geld für Daddy Yankee und Nicky Jam zurück?. Ich hoffe, sehr bald, binnen 14 Tagen, sonst ist es Betrug und das kann man ja von Michel Sprick nicht glauben.“ Und „Bri Na“ geht noch härter mit ihm ins Gericht: „So eine Lüge er postet auf Instagram gemütlich noch rum???? wen wollt ihr verarschen ????“

Rückerstattung ungeklärt

Das Problem aus Sicht der Ticketinhaber: Offiziell, so steht in dem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“, hat die Firma noch keine Insolvenz beantragt. Und: „Ist ein Veranstalter offiziell zahlungsunfähig, ist es nach Expertenmeinung wahrscheinlich, dass die Kunden auf ihren Tickets sitzen bleiben.“ Und schlimmer noch: Da die Karten offenbar vor allem über die Homepage von Starshine und nicht etwa über Eventim verkauft worden sind, habe zum Beispiel auch die Neu-Ulmer Arena keinen Einfluss auf die Rückerstattung der Eintrittskarten.

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