Neu-Ulm / swp

Die Bürgerstiftung „Stiftung Neu-Ulm – Helfen mit Herz“ hat im vergangenen Jahr 16 soziale, kulturelle und integrative Projekte in Neu-Ulm mit insgesamt 22 050 Euro gefördert. Gestern ist der Spendenscheck übergeben worden. Dabei bedankte sich der Stiftungsvorstand bei den Vertretern der geförderten Projekte und Institutionen für deren Engagement. „Es ist wichtig, das bürgerschaftliche Engagement nach außen zu tragen und anderen Bürgern dadurch auch Mut zu machen und sie zu ermutigen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren“, wird Oberbürgermeister Gerold Noerenberg in der Mitteilung der Stadt zitiert.

Den höchsten Einzelbetrag in Höhe von 6000 Euro erhält in diesem Jahr der Verein Vorfeld Bürger für sein Frauensprachprojekt. Das Topolino-Figurentheater wird mit 2500 Euro zur Sicherung seiner Existenz unterstützt. Jeweils 1500 Euro gehen an den Malteser Hilfsdienst für Johannes Suppentreff, die Nachbarschaftshilfe Neu-Ulm für die Schulung der Helfer durch Fachkräfte sowie das Behandlungszentrum für Folteropfer für die Psychotherapie für schwer traumatisierte Geflüchtete.

Das Theater Neu-Ulm erhält 1200 Euro für das Klassenzimmertheater „Miriam ganz in Schwarz“. Jeweils 1000 Euro gehen an Donum Vitae für die Trauerbegleitung, das Familienzentrum Neu-Ulm für den Sprachkurs „Mama lernt deutsch, Papa auch“, den Förderverein der Evangelischen Tagesstätte Zachäus-Nest Neu-Ulm zur Sanierung des Kindergartenspielplatzes, die Aids-Hilfe Ulm/Neu-Ulm für ihre Erholungsfreizeit sowie das Theater Luftschloss für das Konzept „Kopfkisten“.

Die Friedenskirche erhält 800 Euro für das Projekt „kostbar“, die Initiative „Gemeinsam Genießen“ 600 Euro für Mittagessen für Bedürftige, der Bürgerverein Wiley 550 Euro für das Projekt „Musik im Peter-Biebl-Park“, der Verein zur Förderung des New Orleans Jazz Ulm/Neu-Ulm 500 Euro zur Unterstützung des Vereins und Lebenswert 400 Euro für ihr Projekt „Wächter“.

Getragen von dem Gedanken „Bürger helfen Bürgern“ unterstützt die Stiftung alljährlich Vereine, Institutionen und Organisationen, die sich im Bereich der Gemeinwesenarbeit in Neu-Ulm engagieren. Seit dem Jahr 2008 wurden so bisher insgesamt 161 713 Euro ausgeschüttet. Welche Projekte gefördert werden, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger.

Sie sind jedes Jahr aufs Neue aufgerufen, Vorhaben vorzuschlagen. OB Gerold Noerenberg ist überzeugt von diesem Konzept: „Wenn jemand weiß, für welche gemeinnützigen Projekte oder Aktionen in der Stadt dringend Geld benötigt wird, dann sind es die Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürger selbst. Sie wissen, wo der Schuh drückt. Wir vertrauen daher auf die Empfehlungen aus der Bürgerschaft.“

Bis Ende September können Fördervorschläge für das Jahr 2019 eingereicht werden. Die Vordrucke kann man im Internet unter www.stiftung-neu-ulm.de abrufen.

Wie entschieden wird

Anträge Der Stiftungsvorstand, der sich aus OB Gerold Noerenberg, Nuwog-Geschäftsführer Andreas F. Heipp und Prof. Gerhard Mayer zusammensetzt, entscheidet anhand der Vorschläge aus der Bürgerschaft und der Förderanträge, welche Projekte und Institutionen bedacht werden und wie hoch der Betrag sein soll.