Seit Montag, 18.1.2021, gilt in Bayern und mithin im Kreis Neu-Ulm eine verschärfte Maskenpflicht. Soll heißen:
  • Die Menschen müssen in Bussen und Bahnen (ÖPNV) FFP2-Masken oder gleichwertige Masken tragen.
  • Auch für Kunden beim Einkaufen gilt eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Diese Corona-Regel gilt für Menschen ab ihrem 15. Geburtstag.

Gratis-FFP-2-Masken in Bayern - Wer berechtigt ist und wo es Masken gibt

Für besonders bedürftige Personen und alle, die Menschen pflegen, stellt der Freistaat Bayern kostenlos FFP2-Masken zur Verfügung. So sollen Personen ab 15 Jahren zunächst 5 dieser Masken erhalten.
Zu den Berechtigten gehören:
  • Empfänger von Grundsicherungsleistungen (Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII, Hilfe zum Lebensunterhalt)
  • Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Obdachlose
  • Nutzer von Tafelläden
Wer berechtigt ist, erhält vom Jobcenter oder vom Fachbereich Soziales des Landratsamts in den nächsten Tagen ein Schreiben. Dieses ist als Nachweis bei der Abholung der Masken bei der jeweiligen Kommune vorzuzeigen. Personen, die einen Tafelladenausweis haben, sind gebeten, diesen ebenfalls mitzubringen. Rund 26.000 Masken werden ausgegeben.

Kostenlose Masken auch für pflegende Angehörige mit Nachweis

Ein weiteres Kontingent an FFP2-Masken sieht der Freistaat Bayern für pflegende Angehörige vor. Ab Montag, 25.1.2021, kann jede Hauptpflegeperson 3 Schutzmasken bei ihrer Kommune abholen. Als Nachweis reicht es aus, ein Schreiben der Pflegekasse vorzuzeigen, aus dem der Pflegegrad der Person hervorgeht, die betreut wird. Hier sind laut Landratsamt Neu-Ulm rund 13.500 Masken vorgesehen.

Einhaltung der Maskenpflicht wird von Polizei kontrolliert

Diese Maskenpflicht wird von den Behörden und der Polizei überwacht, mit Kontrollen ist zu rechnen. In der ersten Woche gibt es eine sogenannte „Kulanzwoche“. Das heißt, dass bei Verstößen gegen die FFP2-Maskenpflicht noch keine Bußgelder verhängt werden.
Den Transport der Masken vom Freistaat in den Landkreis Neu-Ulm hat das Technische Hilfswerk (THW) übernommen. Das Landratsamt kümmert sich aktuell um die Weiterverteilung an die Landkreiskommunen. In der jeweiligen Kommune können dann die berechtigten Personen ihre Masken abholen. „Es ist dringend geboten, bedürftigen Personen und Pflegenden Masken kostenfrei zu überlassen. Es geht uns um eine schnelle Verteilung und mög-lichst einfache Ausgabe“, sagt Landrat Thorsten Freudenberger.