Die Zahl der Menschen, die wegen eines Verdachtes auf eine Corona-Infektion das Haus hüten müssen, ist im Landkreis Neu-Ulm von Mittwoch auf Donnerstag sprunghaft angestiegen. Standen am Mittwoch noch sieben Einwohner des Landkreises unter Quarantäne, so waren es am Donnerstagmorgen schon 26 und am Donnerstagabend bereits 44. Der starke Anstieg ist damit zu erklären, dass immer mehr Menschen identifiziert werden, die mit nachweislich Infizierten aus anderen Landkreisen zu tun hatten, erklärte am Donnerstag in einer Pressekonferenz Dr. Martin Küfer, Leiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes am Landratsamt Neu-Ulm. Die Quarantäne gilt, wie berichtet, 14 Tage lang. Derweil müssen die Betroffenen ein Tagebuch führen: Darin müssen sie vermerken, ob sie Krankheitssymptome haben, also etwa Husten oder Halsschmerzen, und sie müssen zwei Mal am Tag Fieber messen.

Infizierten gehe es soweit gut

Derweil ist bei einer Frau und einem Mann das Virus nachgewiesen worden. Beide waren mit einer 20-köpfigen Gruppe zum Skifahren nach Südtirol gereist. Aus dieser Gruppe sind inzwischen mehrere Menschen erkrankt. Wo sie sich angesteckt haben, ist unklar. Das Paar, das in der Stadt Neu-Ulm lebt, hatte aber nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub zum Ende der Faschingsferien keinen Kontakt zu anderen, so dass es in deren Umfeld keine Verdachtsfälle gibt. Den beiden Infizierten gehe es soweit gut, sagte Küfer. Er telefoniere zwei Mal täglich mit ihnen.

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