Daniel verliebt sich im Urlaub in Aylin – zu Hause trifft er auf ihre türkische Großfamilie. Die interkulturelle Liebeskomödie „Macho Man“ klingt nicht gerade nach einem Einpersonenstück. Trotzdem: Schauspieler Ivan Dentler spielt vom 18. Juni an im Theater Neu-Ulm Hauptfigur Daniel, Aylin, sowie deutsche und türkische Verwandte und Freunde des Paars.

Das Stück nach dem gleichnamigen Roman von Moritz Netenjacob stand so schon vor der Corona-Krise auf dem Spielplan. „Wir haben weiter geprobt“, sagt Theater-LeiterinClaudia Riese über die Wochen des Lockdowns. Nun erweist es sich als Vorteil, dass viele der im Theater Neu-Ulm gespielten Stücke mit einem oder zwei Schauspielern auskommen. Das Hygienekonzept für die Bühne ist damit unkompliziert, im Zuschauerraum soll es statt 80 nur noch 24 Sitzplätze geben. Ob eine Bewirtung in den Pausen möglich ist, ist noch zu klären. „Wir wollen spielen, auch wenn es sich wirtschaftlich nicht rechnet“, sagt Riese. Man sei zuversichtlich, die Vorstellungen trotzdem stemmen zu können.

Kommen die Zuschauer zurück?

Das Privat-Theater habe die wochenlange Schließung trotz 30 entfallener Veranstaltungen als subventioniertes Haus glimpflich überstanden. „Für die freien Schauspieler aber war das eine Katastrophe“, sagt Riese. Im Theater Neu-Ulm gibt es keine festangestellten Darsteller, die Schauspieler haben zeitlich begrenzte Stückverträge. Riese ist froh, dass Ivan Dentler die ursprünglich für Mai geplante Komödie noch aufführen kann. Für das Theater ist „Macho Man“ auch ein Testlauf: Trauen die Leute sich überhaupt, zu kommen?

Karten sollen vorbestellt werden


Bis zur Sommerpause sind sechs Vorstellungen im Theater und vier Open-Air-Vorstellungen bei „Blumen Weimar“ im Finninger Ried geplant. Karten sind über E-Mail, unter www.theater-neu-ulm.de oder telefonisch zu bestellen, um die Besucher für etwaige Rückverfolgungen erfassen zu können.