Die Verbrennung von freigemessenem Mischabfall aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen im Müllheizkraftwerk in Weißenhorn geht weiter. Das hat der Kreis-Umweltausschuss am Mittwoch beschlossen. Er folgte damit dem Vorschlag von Landrat Thorsten Freudenberger. Es soll aber versucht werden, die Menge des Mülls von angekündigten maximal 100 Tonnen im Jahr auf 15 Tonnen reduziert werden. Um das zu erreichen, soll der AKW-Abfall auf weitere Müllheizkraftwerke in Bayern verteilt werden. Mit dem Öko-Institut Freiburg soll ein Gutachten erstellt werden, um Gefährdungen bei der Annahme des Mülls auszuschließen.

Messstation für Radioaktivität

Mitgeteilt wurde im Ausschuss, dass in aktuell am 4. Februar genommenen Proben keine Nuklide aus dem AKW-Müll nachgewiesen werden konnten. Auch die vom Bundesamt für Strahlenschutz in Weißenhorn betriebene Messstation zeige „völlig unauffällige Werte“. Weitere Messungen in Abluft, Schlacke und Filter sollen vorgenommen werden, wenn wieder AKW-Müll verfeuert wird. Zudem will der Kreis in Weißenhorn eine eigene Messstation für Radioaktivität aufbauen und betreiben.

Landrat Thorsten Freudenberger warnte davor, in eine „ideologiegetriebene“ Debatte über Grenzwerte einzusteigen. Für den Kreis und den Abfallwirtschaftsbetrieb gelten eben die gesetzlichen Grundlagen.

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