Hochzeit in Ulm Hochzeitsmesse in Neu-Ulm: Alles rund ums Heiraten

Für die Auswahl des richtigen Hochzeitskleids standen auch über die Modenschau hinaus echte Models bereit. Alles will gut bedacht sein: So eine Hochzeit mit 100 Gästen kann insgesamt leicht 20 000 Euro kosten, bestätigten die Hochzeitsplaner.
Für die Auswahl des richtigen Hochzeitskleids standen auch über die Modenschau hinaus echte Models bereit. Alles will gut bedacht sein: So eine Hochzeit mit 100 Gästen kann insgesamt leicht 20 000 Euro kosten, bestätigten die Hochzeitsplaner. © Foto: Matthias Kessler
Neu-Ulm / Frank König 04.11.2018

Es sind schwierige Zeiten, Trump wirbelt die Welt fast jeden Tag neu durcheinander – warum um alles in der Welt wollen die Leute heiraten? Ulrike Mandt von Brautmoden Renger hat darauf eine Antwort parat: Weil man in Krisenzeiten mehr Sicherheit in der Familie sucht. Der zweite Trend, den sie auf der Hochzeitsmesse „Verliebt Verlobt Verheiratet“ beschreibt: Heiraten wird immer mehr zum Event. Mandt hat auf der zweitägigen, am Sonntag zu Ende gegangenen Ausstellung in der Ratiopharm-Arena selbst für einen Event gesorgt: Mit einer durchgehenden Modenschau – also ohne Pause – auf der Empore des Foyers. Zehn Models zeigten abwechselnd Brautmoden in verschiedenen Stilformen.

Angesagtes Rosa

Dort schaute im Umfeld des Laufstegs auch Mona aus Senden vorbei, um einen Anprobetermin zu vereinbaren. Das sollte man rechtzeitig tun, denn bei Brautmoden Renger – in Kombination mit Wedding & More (Nersingen) ­– gibt es bis zu drei oder vier Monate Wartezeit. Mona will in angesagtem Rosa heiraten und sagte zu Mandt: „Wir wissen alles schon zu 90 Prozent.“ Ihre Freundin peilt die Hochzeit für 2020 an.

Ulrike Mandt macht nach wie vor bei der Hochzeitssendung „Tüll und Tränen“ auf Vox mit, beschäftigt in der Saison allein zehn Schneider und stellt klar: Reinweiße Hochzeitskleider sind längst out, die Farben Elfenbein oder Champagner dagegen gut.

Auf der Messe in der Arena gab es mit etwa 90 Ausstellern auch sonst viele Hochzeitskleider zu sehen. Bei Männern ist die Farbe Blau im Trend, berichtete Michael Hackenberg vom gleichnamigen Spezialisten aus Burgau. In Mode sind außerdem Gehröcke, auch verkürzt, und Stehkragen. Für Hochzeiten im Vintage-Stil könnte es ein Leinen-Anzug sein.

Ringe

Bei den Trauringen gibt es ebenfalls Trends, erläuterte Heike Großmann am Messestand von Juwelier Roth: nämlich die Farbe „Morgenröte“ – ein Mix aus Rotgold, Rosé und Gelbgold. Damit legt man sich für spätere Farbkombinationen nicht schon fest, außerdem: „Das gibt einen harmonischen Farbton auf der Haut.“

Location und Fotograf

Starke Präsenz zeigten Locations wie „Hirsch“ in Finningen, Meinl, das Best Western in Böfingen mit seinen prämierten Restaurants oder La Soa in Tirol für die Flitterwochen. Nach den Worten von Jörg Pahl-Meinl gibt es bei einer Hochzeit meist 80 bis 100 Gäste. Dazu konnte man auf der Messe eine Band wie „Blue Mandarine“ aus Gögglingen, Deko in allen Varianten und natürlich einen Fotografen buchen.

Bei Dave Stonies aus Vöhringen sind als Spaßelement auch Foto-Automaten gefragt. Der Ausdruck läuft über ein an die Kamera angehängtes Tablet.

Kutsche mit zwei PS

Wer dabei den Überblick verliert, könnte sich an einen Hochzeitsplaner wie „Freudenfeuer“ in Ulm unter dem Dach von Tu Ego wenden. Dort gestaltet Eventmangerin Mirjam Heubach auch freie, also konfessionslose Hochzeiten mit entsprechender Zeremonie. Es geht auch ohne Restaurant: mit Caterern wie Settele oder der Kellnertruppe von Party-Eggs, Motto: „Sie feiern, wir eiern.“

Chauffeur

Zu einer glanzvollen Hochzeit sollte natürlich der Transport angemessen passen. Manfred Lehner aus Westerstetten stellt dafür einen Rolls Royce Silver Shadow mit Chauffeur-Service, Alexander Iwich vom Event Limo Service aus Illerrieden einen elf Meter langen, weißen Hummer H2, der es auf fünf Tonnen bringt. Aber es geht auch gemütlicher mit nur zwei PS: in der weißen Hochzeitskutsche vom Reiterhof Rembold in Dietenheim – normalerweise von der Kirche ins Restaurant.

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An beiden Tagen rund 2000 Besucher

Bilanz Zur vierten Ausstellung kamen am Samstag und Sonntag insgesamt rund 2000 Besucher, sagte Tobias Rocholl vom Ulmer Veranstalter Karo Eventwerk in einer ersten Bilanz. An den Ständen der Aussteller seien „gute Gespräche“ geführt worden.

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