„Wir wollen unsere Gäste mit auf eine authentische Reise nach Afrika nehmen“, sagt Meron Berhe. „Hakuna Matata“ heißt das afrikanische Restaurant, das der 27-Jährige zusammen mit seinen Eltern in der Brückenstraße in Neu-Ulm betreibt. Der Name ist dabei für die Familie Programm. „Hakuna Matata kommt aus dem Swahilischen und heißt: keine Probleme“, erklärt Berhe, „und auch bei uns geht es entspannt zu. Die Leute sollen hier die positiven Vibes spüren.“

Auf dem Speiseplan: eritreische Spezialitäten

Seit wenigen Wochen hat die neue Gastronomie an der Gänstorbrücke geöffnet. Auf dem Speiseplan stehen eritreische Spezialitäten. „Wer zu uns kommt, lernt etwas komplett Neues kennen“, so Berhe. Basis aller Gerichte ist das so genannte „Injera“: ein Fladenbrot aus Sauerteig, das Mutter Wezenet selbst zubereitet. Serviert wird es zusammen mit verschiedenen Soßen und Speisen. Geschnetzeltes Rind, gegartes Lamm, gekochtes Hähnchen. Aber: „Wir haben auch eine große Auswahl an veganen Speisen.“ Die Spezialität des Hauses heißt „Maadi“ und besteht aus einer gemischten Platte zum Teilen. „Die eritreische Küche ist sehr gesund“, betont Berhe, „und kalorienarm.“

Hakuna Matata: Traditionell essen in der kleinen Hütte in der Ecke des Raumes.
Hakuna Matata: Traditionell essen in der kleinen Hütte in der Ecke des Raumes.
© Foto: Hakuna Matata

Hakuna Matata: Gegessen wird mit den Händen

Das „Hakuna Matata“ wirkt gemütlich und gleichzeitig rustikal. Eine lange Holzbank an der Seite des Raumes, daneben Tische mit Hockern. Wer es ganz authentisch mag, setzt sich in der kleinen Hütte in der Ecke auf die Bastkissen am Boden. Gegessen wird traditionell mit den Händen. „Wenn jemand lieber Messer und Gabel haben möchte, sagen wir natürlich auch nicht nein“, betont der junge Mann und lacht. Bewusst hat sich die Familie für ein eher kleines Angebot an Speisen entschieden. „Überfüllte Speisekarten haben mich in Restaurants schon immer gestört“, sagt Berhe, „bei uns soll es übersichtlich sein.“

Gastronomie in Neu-Ulm, Studium in München

Menon Berhes Eltern sind bereits vor einigen Jahrzehnten nach Deutschland gekommen. Er selbst ist in Ulm geboren, studiert in München Jura. Den Wunsch, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, hatte die Familie lange. „Wir wollten schon immer das gastronomische Angebot in Neu-Ulm erweitern, hier geht auf jeden Fall etwas“, findet Berhe. Wenn es um fremde Kulturen gehe, seien die Menschen in der Doppelstadt sehr offen. Das zeige sich auch beim Essen. „Erst am Wochenende hatten wir wieder volles Haus.“

Das Fladenbrot "Injera" ist die Basis aller Gerichte.
Das Fladenbrot „Injera“ ist die Basis aller Gerichte.
© Foto: Hakuna Matata

Hakuna Matata: Montag ist Ruhetag

Geöffnet ist die Küche jeden Tag außer montags von halb sechs bis zehn Uhr abends. Berhe ist davon überzeugt: „Alles steht und fällt mit einem guten Service.“ Ihm sei es daher besonders wichtig, vor Ort zu sein und ein gutes Verhältnis zu seinen Gästen zu haben. „Wer sich bei uns wohlfühlt, kommt auch gerne wieder.“

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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