Mit dem neuen Jahr beginnt für die katholische Pfarrei St. Johann Baptist eine Zeit der Umstellung: Denn die Kirche wird jetzt elf Monate lang gesperrt, um das Hauptschiff und den Chorraum gründlich zu sanieren. In den letzten Wochen haben die Gremien überlegt, wie sich die Gottesdienste und das Gemeindeleben organisieren lassen, ohne dass die Kirche zur Verfügung steht. „Wir haben eine gute Lösung gefunden“, sagt Pfarrer Markus Mattes zu dem Plan, den der Pfarrgemeinderat abgesegnet hat.

Für einen Sonntagsgottesdienst gewährt die evangelische Petrusgemeinde den Katholiken Gastfreundschaft in ihrer Kirche am Petrusplatz, allerdings findet er erst um 18 Uhr statt. Den Sonntagvormittag belegen die Evangelischen die Kirche selbst, und an Samstagabenden ist die Petruskirche oft mit Konzerten belegt. Dafür gibt es für die katholische Pfarreiengemeinschaft einen zusätzlichen Vorabendgottesdienst am Samstag um 18 Uhr in St. Albert in Offenhausen.

 „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass es auch in der Stadtmitte einen katholischen Sonntagsgottesdienst gibt“, betont Mattes. Andere sonntägliche Gottesdienste finden vormittags in St. Albert in Offenhausen, in St. Mammas in Finningen und in Heilig-Kreuz in Pfuhl statt.

Ein Ausweich-Raum für kleinere Gottesdienste ist die Kapelle in der Donauklinik. Dort sollen die 19-Uhr-Gottesdienste an den Donnerstagen stattfinden, ebenso die Maiandachten und die Gebete für das Leben.

Andere Gruppen oder Gebetskreise finden im Johanneshaus Unterschlupf, beispielsweise im Konferenzraum der tägliche Rosenkranz und andere Andachten. Auch der Kirchenchor wird dort proben.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Renovierung am vierten Advent abgeschlossen ist: „Unser Ziel ist es, dass wir Weihnachten wieder in der Kirche feiern können“, sagt Markus Mattes. Seit Herbst 2016 laufen die Arbeiten, begonnen wurde mit der Fassade. Auch die statische Sicherung ist inzwischen abgeschlossen. Die Gesamtkosten der Sanierung von St. Johann belaufen sich auf 4,2 Millionen Euro.