Mit deutlicher Mehrheit und bei nur sieben Gegenstimmen hat der Neu-Ulmer Stadtrat am späten Mittwochabend den Weg für eine Neubebauung des Barfüßer-Geländes am Donauufer frei gemacht.

Damit ist klar: Investor und Großgastronom Ebbo Riedmüller, der das Areal mit dem ehemaligen Offizierskasino seit 21 Jahren als Pächter betreibt, kann dort einen Gastronomie- und Hotelkomplex mit 100 Betten bauen.

Bürger sollen Wünsche zur Bebauung des Barfüßer-Areals einbringen

Allerdings unter der Maßgabe der Durchführung eines Architektenwettbewerbs und mit dem Ziel einer „hochwertigen und dem Ort angemessenen Bebauung“, wie es in der Beschlussvorlage zur Aufstellung des Bebauungsplans heißt. Außerdem müssen Bürger die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen und Wünsche bezüglich einer Neubebauung einzubringen.

Im Zuge der fast dreistündigen und mitunter leidenschaftlich geführten Debatte hatte sich relativ schnell abgezeichnet, dass der von einer Bürgerinitiative und dann auch der FWG-Fraktion ins Spiel gebrachte Erhalt des in die Jahre gekommenen und teilweise maroden Bestandsgebäudes und dessen Umwidmung als soziokulturelles Zentrum (wir berichteten) keine Mehrheit finden würde. Für die Sanierungskosten von mindestens fünf Millionen Euro müsste die Stadt als Besitzerin der Immobilie aufkommen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es für die Kultur-Befürworter dennoch. Mit den Stimmen aller Fraktionen beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, das von der FWG beantragte Alternativkonzept „ortsunabhängig“ zu prüfen. Mit anderen Worten: einen anderen möglichen Standort für ein soziokulturelles Zentrum auszuloten.

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