Nicht nur das Klima wandelt sich, auch Neu-Ulm hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Um beidem Rechnung zu tragen, beantragt die FDP-Fraktion eine neue Stadtklimaanalyse. Denn die letzte „Immissions- und Wirkungsuntersuchungen für Ulm, Neu-Ulm und Umgebung“ sei bereits 1993/94 erhoben worden, schreiben Christa Wanke, Andrea Krnavek, Alf Schömig und Günter Gillich an den Oberbürgermeister. „Wir wollen, dass negative Auswirkungen des Klimawandels so weit wie möglich in Neu-Ulm minimiert werden.“

Die Fraktion bedauert, dass es keine gemeinsame Analyse mit Ulm gab. Ulm hatte eine solche vergangenes Jahr erstellen lassen (wir berichteten). „Beide Städte sind im Wohnbausektor wie auch in Gewerbe- und Industriegebieten erheblich gewachsen und verdichten, wo möglich, nach“, schreibt die Fraktion. Neu-Ulm habe neue Baugebiete in Ludwigsfeld und am Südstadtbogen geschaffen. Auch durch Gewerbeflächen würden an vielen Stellen in der Innenstadt große Flächen versiegelt. Dieses Wachstum und der Klimawandel machten eine Aktualisierung notwendig. Die Stadt soll deshalb ein Büro mit der Fortschreibung oder Neudurchführung der 25 Jahre alten Klimaanalyse beauftragen. Aus den Ergebnissen sollen konkrete Handlungsempfehlungen folgen, etwa mehr Baumpflanzungen und Fassadenbegrünungen.