Der Daimler-Konzern setzt zwar die seit Wochenbeginn wegen Corona geltende Kurz­arbeit in den meisten Werken bis 30. April fort. Gleichwohl fährt eine Reihe von Fabriken wie auch die Setra-Produktion in Neu-Ulm die Fertigung schon vom 20. April an hoch. Das teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Man habe zum Schutz der Mitarbeiter „ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Infektionsschutz mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbart“.

Berlin

So werde auch auf die Einhaltung des Mindestabstands in der Fertigung geachtet – was freilich in der weitgehend klassischen Produktion von Setra-Omnibussen eine größere Herausforderung darstelle als in den hoch­automatisierten Pkw-Fabriken.

Beim Setra-Werk im Gewerbegebiet an der Otto-Hahn-Straße handelt es sich um den größten industriellen Arbeitgeber der Region: mit zuletzt 3950 Beschäftigten. Sie waren wegen der Corona-Krise zunächst am 23. März für zwei Wochen nach Hause geschickt worden, um Freizeitguthaben abzubauen: wie Resturlaub und Gleitzeitkonten. Dies bildet die Voraussetzung, um dann Kurzarbeit beantragen zu können. Auch Hensoldt mit 2000 Mitarbeitern in der Weststadt hatte eine Woche später mit einer vorerst zweiwöchigen Produktionspause begonnen.