Die eine will es, nämlich die Stadt Neu-Ulm. Der andere, der Landkreis, ist nicht abgeneigt, glaubt man den Worten des Landrats. Und dennoch geht in Sachen Übertragung des Personennahverkehrs vom Landkreis an die Stadt seit vielen Jahren wenig bis nichts voran. Diesbezüglich könnte man die Bestrebungen der Stadt, den Landkreis verlassen zu dürfen, schon verstehen. Doch geht es beim Nuxit um weit mehr als nur um den Busverkehr in Neu-Ulm, was die Sache so kompliziert macht.

Nicht ganz so kompliziert wäre jetzt eine Grundsatzentscheidung: Ja, die Stadt Neu-Ulm darf den ÖPNV wie andere kreisangehörige Städte im Freistaat in Eigenregie gestalten. Und ja, dafür erhält sie einen finanziellen Ausgleich. Dass es der Stadt sauer aufstößt, dass sie bei diesem Thema selbst viel Geld ausgibt und über die Kreisumlage nochmals zur Kasse gebeten wird, ist verständlich.

Ob der Knoten demnächst durchschlagen wird, ist mehr als fraglich. Die Betriebstemperatur der Beziehungen zwischen Stadt und Landkreis ist auf Eiseskälte abgekühlt. In Sachen Nuxit spricht man nicht mehr miteinander. Und auch sonst ist man gegenseitig nicht gut auf einander zu sprechen. So hoffen alle, Befürworter und Gegner der Kreisfreiheit, auf eine Entscheidung in München. Wie es dann weitergeht, ist unklar. Denn das Personal, das die Trennung oder das Verbleiben im Kreis verhandelt, bleibt ja das gleiche.