Kommentar Straßenbahn als Lösung des Parkproblems in Neu-Ulm

Edwin Ruschitzka
Edwin Ruschitzka © Foto: Könneke Volkmar
Neu-Ulm / Edwin Ruschitzka 07.11.2018

Gigantisch, was im Neu-Ulmer Süden in den nächsten Jahren entstehen wird: Wohnraum für mehr als 1400 Menschen, dazu 700 Arbeitsplätze. Ein Ende des Neu-Ulmer Wachstums ist nicht in Sicht. Und mit dem Umzug von Continental von Ulm nach Neu-Ulm, was Ulm schmerzt und Neu-Ulm freut, ist der Stadt ein Coup gelungen. Die Bebauungspläne wurden auf den Weg gebracht, und das vom Stadtrat mit – zu Recht – stolzgeschwellter Brust. Westlich des Wiley-Areals tut sich viel.

Mehr als 2000 Menschen werden dort einmal wohnen und arbeiten. Das ist für den Neu-Ulmer Süden und die Memminger Straße eine gewaltige Herausforderung. Wenn jeder mit dem Auto fahren will, braucht es Parkplätze, die fehlen. Wer so nahe an der Innenstadt wohnt, könnte ein öffentliches Verkehrsmittel nutzen.

Vielleicht ist es im Lichte des abermaligen Neu-Ulmer Sprungs nach vorne an der Zeit, dass die Stadträte sich an die gar nicht so ganz alten Pläne erinnern: War nicht mal von einer Straßenbahn von Ulm nach Ludwigsfeld die Rede, vorbei an der Glacis-Galerie, am Dietrich-Kino, demnächst an Florian Zimmers Zauberpalast, vorbei auch an der Ratiopharm-Arena bis nach Ludwigsfeld? Diese neue Ausweitung der Stadt schreit förmlich nach der Tram. Hoffentlich sind die Ohren der Verantwortlichen nicht verstopft.

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