Nachdem ein Coronavirus-Patient aus dem Raum Göppingen am Samstagabend in Neu-Ulm in Kino war, müssen mehrere Sitznachbarn des Mannes in Quarantäne. Der mit dem Virus Infizierte sah den Film „Bad Boys“ in der 20-Uhr-Vorstellung in Sitzreihe 2, Platz 13. Wie das Gesundheitsamt Neu-Ulm mitteilt, gelten als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (höheres Infektionsrisiko) die Personen, die auf folgenden Sitzplätzen saßen:

Reihe 1: Platz 12, 13 und 14

Reihe 2: Platz 12 und 14

Reihe 3: Platz 12, 13 und 14.

Von diesen Personen konnten zunächst fünf identifiziert werden. Die fünf Kinobesucher dürfen nach Anordnung des Gesundheitsamtes vorläufig ihre Wohnung nicht mehr verlassen, teilte das Landratsamt in Neu-Ulm am Donnerstag mit.

Coronavirus-Test bisher negativ

Inzwischen wurde bekannt, dass bei vier von ihnen bislang das Coronavirus auch nach einem Test nicht nachgewiesen werden konnte. Sie bleiben aber auch weiterhin in häuslicher Isolation.

Die Behörde geht davon aus, dass insgesamt acht Kinobesucher, die in unmittelbarer Nähe des erkrankten 25-Jährigen saßen, gefährdet sind. Nach den anderen Betroffenen wird noch gesucht.

Was tun, wenn Krankheitssymptome auftreten?

Zahlreiche weitere Kinobesucher der genannten Filmvorstellung haben sich bei den Gesundheitsämtern gemeldet. Ihnen wurde mitgeteilt, dass sie in den nächsten zehn Tagen auf Krankheitssymptome bei sich - wie Fieber, Husten oder Schnupfen - achten sollten. Treten diese auf, müssen die Betroffenen alle nicht notwendigen Kontakte zu anderen Personen minimieren und telefonisch ihren Hausarzt und das für ihren Wohnort zuständige Gesundheitsamt kontaktieren und auf den Filmbesuch hinweisen.

Mit Coronavirus-Infizierter war in Neu-Ulmer Kino

Der 25-Jährige hatte am Samstagabend das Kino in Neu-Ulm besucht. In dem Filmsaal saßen insgesamt 138 Besucher. Die anderen Gäste, die weiter entfernt von dem Patienten saßen, sollen in den kommenden Tagen auf Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen achten. Falls sie erkrankten, sollten die Kinogäste sofort die Kontakte zu anderen Menschen minimieren und ihren Hausarzt sowie das örtliche Gesundheitsamt anrufen.