Die Impfungen mit Astrazeneca dürfen weiter gehen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz nach den Beratungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bekannt gegeben. Damit kann auch im Landkreis Neu-Ulm wieder der Impfstoff Astrazeneca zum Einsatz kommen. Bei den Nebenwirkungen wird der Impfstoff jedoch mit einer zusätzlichen Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) versehen. Dies wird auch in den Aufklärungsgesprächen vor der Impfung angesprochen werden.
„Wir freuen uns, dass wir den Impfstoff Astrazeneca wieder verwenden dürfen“, sagt Dr. Peter Czermak, Ärztlicher Leiter der Impfzentren im Landkreis Neu-Ulm. „Bei einem längerfristigen Ausfall von Astrazeneca hätten wir zahlreiche Impfungen zurückstellen müssen, was die Impfplanungen erheblich verzögert hätte. Jetzt können wir Astrazeneca wieder verimpfen und werden in den Aufklärungsgesprächen die Bürgerinnen und Bürger entsprechend informieren.“ Vermutlich ab Mittwoch, 24.3.21, wird Astrazeneca wieder gespritzt.

Impfbetrieb muss wieder aufgebaut werden

Aufgrund der kurzfristigen Aussetzung der Impfungen mit Astrazeneca musste der Impfbetrieb teilweise herunter gefahren werden und die ursprünglichen Planungen mussten schnell und flexibel angepasst werden. Um die Impfungen mit Astrazeneca wieder reibungslos in den Impfbetrieb einzubinden, sind die erneute Anpassung der organisatorischen Abläufe, die Wiederfreischaltung der Impftermine und eine neue Personalplanung erforderlich. Ab voraussichtlich Mittwoch wird Astrazeneca dann wieder im Landkreis Neu-Ulm zum Einsatz kommen. Entsprechende Termine wurden bis dahin storniert oder konnten teilweise über den Einsatz der Impfstoffe BioNTech und Moderna aufgefangen werden.

Ausgefallene Impftermine sollen zeitnah nachgeholt werden

Sobald Personen, die für den Impfstoff Astrazeneca in Frage kommen, wieder geimpft werden können, erhalten diese (voraussichtlich per E-Mail oder telefonisch) eine Information, dass wieder Termine vergeben werden.
Die ausgefallenen Termine sollen zeitnah nachgeholt werden. Hierzu erhalten die Betroffenen voraussichtlich nächste Woche eine Information, wann ihr Termin nachgeholt werden kann.
Die bereits für nächste Woche festgelegten Öffnungszeiten der Impfzentren bleiben bestehen. Die Anzahl der bereits feststehenden täglichen Termine mit anderen Impfstoffen, wird dann um die Zahl der Impfungen mit Astrazeneca erhöht. Die Impfzentren in Neu-Ulm und Weißenhorn werden von Montag bis Freitag und das Impfzentrum in Illertissen am Dienstag, Donnerstag und Samstag in Betrieb sein. Auch der weitere Einsatz des Mobilen Teams für die Impfungen von Personal aus Grundschulen und Kindertageseinrichtungen mit Astrazeneca ist in Planung.