Dem Parlamentarier Georg Nüßlein (CSU) wird vorgeworfen, bei einem Maskengeschäft ein Beraterhonorar in Höhe von 650.000 Euro kassiert zu haben. Jetzt steht der Verdacht der Bestechlichkeit im Raum. Und versteuert haben soll Nüßlein den Betrag ebenfalls nicht. Nach diesen Vorwürfen lässt Nüßlein sein Amt als Unionsfraktionsvize vorerst ruhen.
Was ist dran am Korruptionsvorwurf? Ein Maskenverkäufer aus dem Alb-Donau-Kreis war während der heißen Phase der Maskenbeschaffung dabei und hält es durchaus für möglich, dass damals Politiker die Hand aufgehalten haben. Der Staat garantierte im Frühjahr 2020 einen Preis von 4,50 Euro pro Maske. Das rief viele Profiteure auf den Plan.

Video Nüßlein lässt Amt als Unionsfraktionsvize ruhen

Deal zwischen Aiwanger und Autozulieferer Zettl?

Jetzt wirft ein weiterer Masken-Deal Fragen auf und ist in den Schlagzeilen. Das Geschäft habe laut einer Beschaffungsliste, die bild.de vorliegt, Hubert Aiwangers Wirtschaftsministerium mit dem Autozulieferer Zettl eingefädelt - sechs Millionen Euro für eine Million Masken (6 Euro je Maske).
Warum sorgt diese Bestellung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelbeschaffung für Irritation? Zum selben Zeitraum seien vom Ministerium Millionen Masken für viel weniger Geld beschafft worden. Laut Bild: OP-Masken für 70 Cent je Stück und FFP2-Masken für 2,70 Euro je Stück. Hubert Aiwanger selbst sagte gegenüber der Zeitung, dass es darum gegangen sei, „in kürzester Zeit Masken von guter Qualität zu besorgen“.