• Diese gelten ab Montag, 10. Mai, und vorrangig in Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen.
  • Vollständige Geimpfte und Genesene werden schon ab Donnerstag, 6. Mai, von vielen Corona-Beschränkungen befreit.
Der Wetterbericht für die geplante Öffnung der Außengastronomie am Montag ist sehr gut. Jedoch erfüllen weniger als 20 Prozent der kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern die grundsätzlichen Bedingungen. Diese Regeln gelten:

Biergärten Bayern: Diese Regeln gelten für die Außengastronomie

Tirschenreuth ging am Freitag voran, ein Dutzend weiterer Städte und Landkreise folgen: Bayerns Biergärten dürfen ab Montag in den ersten Gegenden mit einer stabilen Corona-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohner unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Cafés und Gastwirtschaften mit Außengastronomie.

Bayern: In diesen Landkreisen und kreisfreien Städte soll geöffnet werden

13 Landkreise und kreisfreie Städte hätten Anträge gestellt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie würden „zeitnah geprüft und gebilligt“. Neben Tirschenreuth hatten unter anderem die Landkreise Landsberg, Lindau, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Regen, Kitzingen, Würzburg und Starnberg sowie die kreisfreien Städte Passau, Bamberg und Schwabach Anträge gestellt. Starnberg, Kitzingen und Landsberg meldeten noch am Freitag, dass die Genehmigungen erteilt seien.

Wann dürfen Biergarten und Außengastro in Bayern öffnen?

Fünf Tage muss ein Kreis einem Sprecher zufolge unter der Marke von 100 liegen. Dann folgten zwei Tage zur Verkündung und Vorbereitung und am insgesamt achten Tag könne dann geöffnet werden - allerdings nur mit der Zustimmung des Ministeriums.
Legt man die vom Gesundheitsministerium genannten Regeln auf die vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen an, könnten mit Stand Freitag insgesamt 16 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern einen Antrag zur Öffnung ab Montag stellen. Neben den bereits genannten kämen noch die Landkreise Main-Spessart und Garmisch-Partenkirchen sowie die kreisfreien Städte Weiden und Erlangen infrage.
Bereits in den Startlöchern sitzt zudem der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit derzeit vier Tagen unter 100. Hier könnte es - eine konstante Entwicklung und die Zustimmung des Ministeriums vorausgesetzt - theoretisch am Dienstag losgehen. Kandidaten für Öffnungen am Mittwoch mit derzeit drei Tagen unter 100 sind Stadt und Landkreis München, die Landkreise Bayreuth, Wunsiedel, Eichstätt, Nürnberger Land und Erding sowie die Stadt Würzburg.

Für die Öffnung der Außengastronomie in Bayern gelten strenge Hygienevorschriften

So werden laut Hotel- und Gaststättenverband bei Inzidenzen über 50 negative Corona-Tests verlangt, wenn Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen - mit Ausnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene. Zudem müssen sich die Gäste registrieren - und FFP2-Masken tragen, wenn sie nicht am Tisch sitzen. In Landkreisen, deren Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen wieder über 100 springt, müssen die Öffnungen zurückgenommen werden.

Ausgangssperre Bayern: Das ist im Freistaat abends erlaubt

Bayern bleibt bis zum Ende der Pfingstferien am 6. Juni bei seiner im Länder-Vergleich strikteren nächtlichen Ausgangssperre - damit bleibt in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 Joggen und Spazierengehen zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht verboten. Erst ab 7. Juni sollen dann die Ausnahmen gelten, wie sie in der Bundes-Notbremse vorgesehen sind.

Geimpfte und Genesene: Diese Lockerungen treten in Kraft

Bereits von diesem Donnerstag an wird Bayern vollständig Geimpfte und Genesene negativ Getesteten gleichstellen. Das bedeutet: Test- und Quarantänepflichten entfallen, die nächtliche Ausgangssperre in Hotspots gilt für vollständig Geimpfte nicht mehr, und bei regionalen Kontaktbeschränkungen gilt dann: Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte zählen vollständig Geimpfte nicht mit. Bayern setzt damit bundesweit geplante Regelungen etwas früher um. Auflagen etwa beim Besuch von Alten- und Pflegeheimen gelten aber weiterhin für alle, ebenso wie Maskenpflicht und Hygieneregeln.
Die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird mit diesen Änderungen nun bis einschließlich 6. Juni verlängert.