Erstmals haben die Familienbildungsstätte Ulm (FBS) und der Bildungs- und Sozialverein „Lebenswert“ der Friedenskirche sich zusammen getan und gemeinsam ein Fortbildungsprogramm für Familien entwickelt. Jetzt stellten die Verantwortlichen das erste Halbjahresprogramm 2019 vor, das als Außenstelle der FBS organisiert wird. Das elf Kurse umfassende Angebot haben 5000 Haushalte in den benachbarten Stadtteilen erhalten, berichtete Pastor Thomas Greiner. „Das ist eine tolle Partnerschaft in schönen, modernen Räumen, die die Freikirche dem Bildungswerk zur Verfügung stellt“, sagte FBS-Leiterin Andrea Bartels.

Von Brunch bis Trauerbegleitung

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Johannes Stingl, der als Pate und Initiator tätig war, setzte vor einem Jahr den Impuls und fragte bei der FBS nach, ob sie sich auch mit Fortbildungen für Familien in Neu-Ulm engagieren könne. Nach einem Gespräch mit Pastor Thomas Greiner fanden die Drei schnell zusammen und überlegten, welche Themen für das Wiley interessant sein könnten. Mehr als die Hälfte der Kurse läuft im Bereich der Erwachsenenbildung und wird durch Kurse wie „Mexikanischer Brunch“ oder „Mexikos regionale Küche“ oder einer Farb- und Stilberatung ergänzt.

Zudem befassen sich Kurse mit Themen wie „Sexualität von Anfang“ oder Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, erklärte Samira Schilling, Sozialpädagogin beim Verein Lebenswert. In diese Arbeit klinken sich drei Dozenten aus der Friedenskirche ein, die anderen kommen von der Familienbildungsstätte. „Wir haben weiße Flecken in der Bildungsarbeit für Erwachsene in der Stadt, die wollen wir schließen“, erklärt Stingl. Volksbildung sieht das CSU-Mitglied als elementar für die Attraktivität einer Kommune an.

Für die FBS, deren Träger der Alb-Donau-Kreis, die Stadt Ulm, sowie die evangelische und katholische Gesamtkirchengemeinde sind, sei die Zusammenarbeit ein Gewinn. „ Wir haben ein großes Portfolio zu bieten und lernen direkt von den Experten vor Ort, was gerade thematisch unter den Fingern brennt, immer mit dem Schwerpunkt Familie“, sagte Bartel. Auch Pastor Thomas Greiner sieht große Chancen in der Zusammenarbeit. Das Motto der Friedenskirche: „Nah bei Gott, nah bei den Menschen“, könne so ideal mit Lösungshilfen bei alltäglichen Fragen des Familienlebens umgesetzt werden.

Für die Zukunft haben sich die Partner noch Einiges vorgenommen. Ein gut funktionierender lebenswerter Stadtteil Wiley, in dem nicht nur Menschen wohnen, sondern sich integrieren und für das Gemeinwesen einsetzen.