Das Pokalhalbfinal-Spiel der Basketballer von Ratiopharm Ulm gegen Oldenburg kann in der Ratiopharm-Arena stattfinden. Doch nur weil die Austeller der eigentlich geplanten Baumesse „Mein Zuhause“ einem anderen Termin zugestimmt haben. Einfach sei die Überzeugungsarbeit beileibe nicht gewesen, sagt Florian Kicherer. „80 von 110 Ausstellern haben mich angerufen, 79 davon waren stocksauer – und das ist noch milde ausgedrückt.“ Letztendlich hätten zehn abgesagt. Der Projektleiter der Baumesse bezieht sich auf den Vorschlag, die Veranstaltung vom kommenden Wochenende (11. bis 12. Januar 2020) relativ kurzfristig auf den Samstag und Sonntag am 1. und 2. Februar 2020 zu verschieben. Dies natürlich nicht ohne guten Grund.

„Die Ulmer Basketballer haben uns darum gebeten“, sagt Kicherer. Die Mannschaft hatte sich im Kampf um den BBL-Pokal ins Halbfinale gespielt und brauchte die Ratiopharm Arena als Austragungsort für das Spiel am kommenden Wochenende gegen Oldenburg. „Dann stellte sich heraus, dass unsere Messe in der Halle gebucht war.“

Ratiopharm-Arena als Ort für Halbfinal-Spiel wichtig

Natürlich sei es von enormer Bedeutung, dass so ein Spiel vor heimischem Publikum ausgetragen wird, sagt Martin Fünkele, Pressesprecher von Ratiopharm Ulm. Deshalb habe man alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Lösung zu finden. Der Worst Case wäre gewesen, wenn das Spiel in Oldenburg stattgefunden hätte.

Enormer Aufwand wegen Verschiebung der Messe

Nach einer guten Lösung hatte es zunächst aber gar nicht ausgesehen, erzählt Kicherer. Denn sein Auftraggeber, die Messe- und Marketing AG Mattfeldt und Sänger aus dem Allgäu, habe eine Verschiebung rigoros abgelehnt. Aus verständlichen Gründen: „Wir haben Aussteller, die etwa große Heizungssysteme zur Ausstellung mitbringen. Diese wiederum müssen von Spediteuren angeliefert und aufgebaut werden.“ Eine Terminänderung ziehe also einen Rattenschwanz nach sich.

Freikarten für Aussteller als Dank für Entgegenkommen

Nach einigen gescheiterten Versuchen seitens der Basketballer, eine Lösung auf sportlicher Seite zu finden und ihrer zunehmender Verzweiflung, habe der Messeveranstalter einer Terminverlegung zugestimmt. Nun mussten noch die Aussteller überzeugt werden. „Schließlich hat Lokalpatriotismus den Ausschlag für ihre Zustimmung gegeben“, sagt Kicherer. Denn das Gros stamme aus der Region und unterstütze den Basketball. Als Dank für das Entgegenkommen gebe es ein paar Freikarten. Außerdem hat der Ulmer Basketballclub bei jedem Spiel in den letzten Wochen intensiv für die Messe „Mein Zuhause“ geworben.

Info zur Baumesse „Mein Zuhause“

Die Messe „Mein Zuhause“ gibt es seit 2012 mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von rund 4500 Leuten. Bei der Messe geht es um die Themen Bauen, Wohnen, Eigenheim und Finanzierung.

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