Am 14. Oktober wählt Bayern seinen neuen Landtag und Schwaben einen neuen Bezirkstag. Etwa 113.000 Bürgerinnen und Bürger sind auch im Stimmkreis 713 Neu-Ulm aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Das sind etwa 1500 Menschen mehr als bei der Landtagswahl im Jahr 2013. Zum Wahlkreis 713 zählen alle Kommunen des Landkreises außer den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt (Altenstadt, Kellmünz und Osterberg) und der Verwaltungsgemeinschaft Buch (Buch, Oberoth und Unterroth).  Letztere sind dem Stimmkreis 712 Memmingen zugeordnet.

Wer tritt an?

14 Parteien beziehungsweise Vereinigungen sind zur Landtagswahl zugelassen, 13 zur Bezirkstagswahl. Es sind die CSU, SPD, die Freien Wähler, die Grünen, die FDP, die Linke, die Bayernpartei, die ÖDP, die Piraten, die AfD, auch eine Liste mit dem Namen LKR, also die Liberal-Konservativen Reformer. Dazu kommt die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Inititiative, besser als Die Partei bekannt, dazu die V-Partei3 (Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer und die Liste „mut“, die auf Bezirksebene nicht antritt.

Nicht jede Partei oder Vereinigung schickt auch Direktkandidaten ins Rennen. Im Wahlkreis 713 sind es bei der Landtagswahl Dr. Beate Merk (CSU, Neu-Ulm), Daniel Fürst (SPD, Neu-Ulm), Wolfgang Schrapp (Freie Wähler, Bellenberg), Dr. Klaus Rederer (Grüne, Neu-Ulm), Johannes Hecht (FDP, Neu-Ulm), Dietmar Österle (Linke, Neu-Ulm), Dr. Josef Anton Kirchmann, (Bayernpartei, Rettenberg), Krimhilde Marianne Dornach (ÖDP, Weißenhorn), Benjamin Grasser (Piraten, Neu-Ulm), Dr. Gerhard Großkurth (AfD, Neu-Ulm) und Roy Heydrich (V-Partei3, Nersingen).

Für den Bezirkstag treten an: Herbert Pressl (CSU, Vöhringen), Seija Knorr (SPD, Neu-Ulm), Dieter Wegerer (Freie Wähler, Nersingen), Walter Zerb (Grüne, Neu-Ulm), Christina Patrizia Zimmermann (FDP, Weißenhorn), Manfred Mückstein (Linke, Senden), Alexandra Neumeyer (Bayernpartei, Weißenhorn), Ulrich Hoffmann (ÖDP, Weißenhorn), Hans-Joachim Betz (Piraten, Bellenberg), Stefan Raab (AfD, Neu-Ulm) und Roy Heydrich (V-Partei3, Nersingen).

Wie wird gewählt?

Gewählt wird auf zwei Stimmenzetteln. Mit der Erststimme wird der Direktkandidat bestimmt, mit der Zweitstimme die Partei oder Vereinigung. Im Gegensatz zur Bundestagswahl dient die Erststimme in Bayern auch zur Bestimmung, wie sich das Parlament zusammensetzt. Die Bayern nennen das „verbessertes Verhältniswahlrecht“. Die Erst- und Zweitstimmen werden addiert. Die Gesamtstimmen bilden die Grundlage für die Sitzverteilung. Wie bei der Bundestagswahl gilt auch in Bayern, dass eine Partei nur einen Sitz erhält, wenn sich mehr als fünf Prozent aller gültigen Stimmen bekommt. Sollte ein Kandidat direkt gewählt werden, aber seine Partei bliebe unter den fünf Prozent, wäre er nicht gewählt.

Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Neu-Ulm bei 56 Prozent. Direkt gewählt wurde Beate Merk mit 47,1 Prozent. Sie ist die einzige Neu-Ulmer Vertreterin im Landtag. In den Bezirkstag wurde Herbert Pressl mit 45,5 Prozent gewählt. Was die Wahlbeteiligung in diesem Jahr betrifft, könnten die angeforderten Briefwahlunterlagen 12 Tage vor der Wahl für die gleiche oder eine sogar noch höhere Wählerzahl sprechen.

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Wahlforum: Was sich in Bayern zusammenbraut


Diskussion Unter dem Motto „Was braut sich in Bayern zusammen?“ diskutieren acht Direktkandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis Neu-Ulm am Montag, 8. Oktober, im Saal des Brauhäuses Barfüßer in Neu-Ulm, Paulstraße 4. Auf dem Podium sitzen Beate Merk (CSU), Daniel Fürst (SPD), Wolfgang Schrapp (Freie Wähler), Klaus Rederer (Grüne), Johannes Hecht (FDP), Dietmar Österle (Linke), Krimhilde Dornach (ÖDP), Gerhard Großkurth (AfD). Die Diskussion wird geleitet von den SÜDWEST-PRESSE-Redakteuren Michael Janjanin und Carsten Muth. Einlass 17.30 Uhr, Beginn 19 Uhr.