Auf dem Wiley-Areal bietet sich ein neues Bild: nicht nur wegen des Ende September eröffneten Neubaus der Hochschule Neu-Ulm. Vielmehr hat die benachbarte Event-Location Wiley-Club im Zuge der Umbauten unter dem 2017 eingestiegenen Eigentümer Thomas Eifert (Gastromenü, Lago) eine andere Anmutung erhalten: durch den neuen Eingang im Stil eines Portikus, der für Eifert ein Zitat der amerikanischen Südstaaten-Architektur darstellt. Im Club selbst verweisen nun großformatige Fotomotive auf den einstigen Musikclub der US-Streitkräfte in den Wiley Barracks. Eifert hatte nach der Übernahme des Clubs im März vergangenen Jahres sofort mit den Umbauten begonnen, die Anfang 2019 enden sollen – im laufenden Betrieb. Seine Gesamtkosten: rund drei Millionen Euro.

Neue Logistikhalle

Zu den wichtigsten Baufortschritten 2018 gehörte zudem der komplette Neubau der Toiletten, einer Künstlergarderobe und der Gästegarderobe, wo die Bauarbeiten noch unter Hochdruck laufen. Außerdem hat Eifert hinter dem Club zur Memminger Straße hin eine Logistikhalle mit Kühlräumen gebaut. Die Lüftungsanlage soll mit einer Videowand verkleidet werden. 2017 hatte schon der Club selbst für 400.000 Euro erstmals eine Lüftung erhalten, außerdem ein neues Dach, moderne Theken- und Veranstaltungstechnik, neue Leitungen. Die Holzböden wurden behutsam aufgearbeitet, die Terrasse verfügt über versenkbare Wände und eine vollelektronische Pergola. Bei allem galt für Eifert stets der Wunsch der Stammgäste: „Macht bitte den Wiley-Club nicht kaputt.“ Daher sei für ihn das größte Kompliment, wenn es heißt: Das sieht ja aus wie früher.

An Vergangenheit anknüpfen

Früher heißt: zu Zeiten von Paul Staffen und Lisa Geiger, die den Club als feste Größe im Nachtleben und in der Gastronomie etabliert hatten. Eifert will hier mit seinem Gastroevent-Geschäftsführer Marian Schneider anknüpfen, in dem der Wiley-Club mittwochs bis samstags von 17 Uhr bis Mitternacht als Restaurant geöffnet ist (siehe Infokasten). Es war anfangs unklar, ob Eifert den Club außerhalb von Veranstaltungen freigeben würde. Er hat freilich auch das Sonntagsfrühstück (9 bis 14 Uhr) ins Leben gerufen.

Eifert plant im Wiley-Club jährlich etwa 200 Veranstaltungen. Von Ende November an ist der Club auch mit Weihnachtsfeiern von Firmen durchgebucht. Hochzeiten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Darüber hinaus will Schneider neue Event-Formate aufbauen: wie etwa ein Piano-Dinner, eine Movie-Night mit Klassikern wie „Casablanca“, eine Open Stage mit Nachwuchsbands, Rockabilly. Bereits im Programm: Oktoberfest und Xmas-Party.

Auch die Discoclub-Veranstaltungen, für die der Wiley-Club vor allem unter Geigers Regie bekannt war, sollen fortgeführt werden. Für Eifert ist mit Blick auf die Zukunft des Clubs klar: „Wir machen ein Juwel daraus.“

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Ausweitung auf etwa 100 Parkplätze für den Club


Zeitplan Der Wiley-Club ist nach einem Soft-Opening auch wieder verstärkt für das A-la-Carte-Geschäft offen: Mittwoch bis Samstag von 17 Uhr bis Mitternacht. Chefkoch ist Tim Reisenauer. Bei Veranstaltungen ist der Club aber zu: Infos zu den Zeitplänen für je 14 Tage im Internet.

Parken Beim Umbau soll außerdem eine zusätzliche Reihe für Parkplätze im Norden geschaffen werden. Dann sind es rund 100 für den Club. Tagsüber öffnet Eifert die Schranke für Studenten der HNU. Die Wiley-Gäste können schließlich abends auch bei der Hochschule parken.

Unternehmen Gastromenü betreibt 36 Betriebscasinos und richtet 800 bis 1000 Events jährlich aus: mit 450 Mitarbeitern, darunter rund 100 Köche. Zur Gruppe gehören auch das Bellavista und Lago, dort mit dem Sterne-Restaurant „Seestern“ und dessen Chefkoch Klaus Buderath.