Münsingen Zweites Hoffest auf dem Hofgut Hopfenburg - Übernachtungszahlen steigen an

Viele Besucher nahmen gestern die Gelegenheit wahr, durch das Gelände der Hopfenburg zu bummeln. Foto: Joachim Lenk
Viele Besucher nahmen gestern die Gelegenheit wahr, durch das Gelände der Hopfenburg zu bummeln. Foto: Joachim Lenk
JOACHIM LENK 10.05.2013
Gestern war Hoffest auf der Hopfenburg in Münsingen. Man könnte den Hock auch "Tag der offenen Türe" nennen. Ungeniert durften die Besucher Schäferwagen, Tipi-Zelte und Jurte in Augenschein nehmen.

Seit knapp zwei Jahren gibt es das Hofgut Hopfenburg in Münsingen, wo Groß und Klein einmal völlig anders Urlaub machen können. Und zwar dort, wo im richtigen Leben sonst nur Schäfer, Künstler aus dem Zirkus, Indianer, Nomaden und Berber leben: in Holzwagen und in Zelten. Während der ersten Saison zählte Hopfenburg-Chef Andreas Hartmaier rund 7500 Übernachtungen, letztes Jahr waren es bereits knapp 19 000. Heuer soll bereits die 20 000-Gäste-Marke überschritten werden.

Klar, auch die Menschen, die in Münsingen und in der näheren Region leben, interessieren sich für die Schäfer-, Heide- und Zirkuswagen oder für die kirgisischen und mongolischen Jurten und das Tuareg-Zelt, das seit letztem Jahr auf dem Hofgut steht.

Die Gäste, die dort das Jahr über Urlaub machen, "kommen sich vor, wie in der Wilhelma", weiß Hartmaier. Nämlich dann, wenn Neugierige ihre Nasen an Fenstern und Türen platt drücken. Deshalb dürfen jetzt nur noch Hopfenburg-Gäste auf das Gelände.

Während des Hoffestes im Frühjahr und der Kirbe im Herbst haben die Menschen aus der Umgebung die Möglichkeit, sich alles einmal aus der Nähe anzusehen. Beim zweiten "Tag der offenen Tür" am gestrigen Feiertag nahmen dieses Angebot wieder mehrere Hundert Menschen aus nah und fern gerne in Anspruch. Nicht nur, um sich einmal, ganz offiziell und mit Erlaubnis, die pfiffigen und nicht alltäglichen Übernachtungsmöglichkeiten anzuschauen.

Viele genossen auch das frische Brot aus dem Backhaus und eine Merguez, eine scharf gewürzte Hackfleisch-Bratwurst aus Lamm und Rind, die zur Musik des Duos "Magic acoustic Guitars" noch einmal so gut schmeckte. Die Kinder zogen es derweil vor, unter Anleitung einen Teppich zu weben oder mit Pfeil und Bogen zu schießen. Andere freuten sich darüber, die jungen Lämmchen zu streicheln, die überhaupt keine Scheu zeigten.

Beppo und Robin, die beiden Poitou-Esel mussten gestern im Stall bleiben. Beppo, eines der beiden Wahrzeichen der Hopfenburg, hatte eine Hufentzündung, weshalb er seine Bleibe nicht verlassen durfte.

Um nicht die ganze Zeit über alleine zu sein, leitete ihm Robin den ganzen Tag über Gesellschaft.