Sozialpolitik Wo bürgerschaftliches Engagement der Schuh drückt

Regierungspräsident Klaus Tappeser war zu Besuch bei der Seniorengenossenschaft in Riedlingen, hörte sich die Sorgen und Nöte an.
Regierungspräsident Klaus Tappeser war zu Besuch bei der Seniorengenossenschaft in Riedlingen, hörte sich die Sorgen und Nöte an. © Foto: Foto: Waltraud Wolf
Riedlingen / Waltraud Wolf 23.06.2018

Regierungspräsident Klaus Tappeser für die Probleme zu sensibilisieren, mit denen die Seniorengenossenschaft Riedlingen als bürgerschaftlich geführte Organisation zu kämpfen hat, war das Anliegen ihres Vorsitzenden Josef Martin. Für das zweistündige Gespräch hatte er alle mit an den Tisch geholt, die sich in ihr einbringen, ehrenamtlich im Vorstand oder gegen eine Aufwandsentschädigung bei den verschiedenen Diensten. Einen ganzen Katalog von Forderungen trug er vor, von der Erhöhung der Übungsleiterpauschale, über die Zulassung von bürgerschaftlich organisierten Helfern in der Tagespflege und der Abschaffung des dort vorgegebenen Platzbedarfs von 16 Quadratmetern pro Gast. Dass die Behandlungspflege Fachkräften vorbehalten ist, war unstrittig. Zur Grundpflege von Menschen bedürfe es keiner Fachkraftausbildung, erklärte Martin und verlangte hier Klarheit. Als Betroffene wollen die bürgerschaftlich Engagierten von Entscheidungsträgern gehört werden, gaben sie Tappeser mit auf den Weg, der sich insgesamt vom Angebot beeindruckt zeigte, besonders aber von den „Demenzlotsen“, die in Riedlingen im Einsatz sind. Für einen Besuch in der Demenzpflege reichte es nicht mehr, doch dafür, dem Gast aus Tübingen die Forderungen schriftlich mit auf den Weg zu geben.

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