Münsingen Weiter im Plan für KiGaKirchtal

Münsingen / Ulrike Bührer-Zöfel 14.02.2019

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder in Münsingen ist groß. Dem trägt der Gemeinderat Rechnung, es soll ein weiterer Kindergarten gebaut werden. Standort: fast genau gegenüber dem Familienzentrum im Kirchtal, direkt an der Straße „Im Badstuhl“. Für das Grundstück, das der Stadt gehört und 0,37 Hektar groß ist, hat der Gemeinderat am Dienstagabend den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „KiGaKirchtal“ gefasst. In der Einrichtung wird es eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren geben sowie drei Regelgruppen im Ganztagsbetrieb. Auf Nachfrage von Walter Stärk (Liberale Bürger) erklärte Schul-, Kultur- und Sportamtsleiterin Anja Leuze: „Es gibt Platz für zirka 75 Kinder.“ Die Eröffnung ist für Sommer 2020 vorgesehen.

Ob denn der Platz auf der anderen Straßenseite nicht besser für den Neubau wäre, wollte SPD-Stadträtin Birgit Hartwig wissen. Geht nicht, so Bürgermeister Mike Münzing. Kaltluftschneiße und Entwässerung sprechen dagegen. Bärbel Stotz (FWV) interessierte, ob man, wie in Trailfingen, auch zum Ausgleich Obstbäume pflanzen müsse. Da auf dem Bauplatz weder Bäume noch Hecken weichen müssten, sei das nicht nötig, erklärte Münzing. Allerdings sei, wie bei solchen Bauprojekten üblich, eine ökologische Ausgleichspflanzung nötig.

Geändert hat das Gremium auch den Bebauungsplan „Unter Beutenlay“. Die „eng gefassten Baugrenzen werden zu einer überbaubaren Fläche erweitert“, Nachverdichtungen sind so möglich, da heißt: Häuser können erweitert werden. Ob man denn dann bei Sanierungen in dem Flachdachgebiet nicht auch andere Dachformen, zum Beispiel Pultdächer, zulassen könne, brachte der SPD-Fraktionsvorsitzende Adolf Lamparter ins Spiel. Die Grenzbebauung mache das schwierig, meinte Stadtbaumeister Alfred Schnürch. Das müsse man im Einzelfall entscheiden.

Die Grünfläche mitten im Baugebiet – „ist die auch verplant“, war eine Frage von Dorothea Pfleiderer-Müller (SPD). Im Moment nicht, betonte Münzing. Das Stück, einst als Spielplatz geplant, von den Anliegern aber nicht gewünscht, habe für eine Bebauung einen unglücklichen Zuschnitt.

Zum Schluss der Sitzung gab es noch Lob von Adolf Lamparter für den Einsatz der Ehrenamtlichen im Weihnachtscafé. Deren Engagement hat insgesamt 400 Euro erbracht. Die 400 Euro kommen nun der Freibadsanierung zugute.

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