Heroldstatt Weg für die zwei Großprojekte ist geebnet

Heroldstatt / Jürgen Kühnemund 06.12.2018

Die Gemeinde Heroldstatt liegt mit ihrem Etat 2018 im Plan, wie Kämmerer Werner Zimmermann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ausführte.  Der Grunderwerb für die neuen Wohngebiete sei getätigt, die Vorbereitungen für den Breitbandausbau und die Schulsanierung geschaffen. Alles Maßnahmen, die in 2019 vom neuen Bürgermeister Michael Weber angepackt werden sollen.

Die eigenen Steuereinnahmen weisen in 2018  unterschiedliche Tendenzen auf. Unverändert, beziehungsweise leicht verbessert, zeigen sich die Grundsteuer A und B. Die Gewerbesteuer reduziert sich dagegen um rund 100 000 auf 950 000 Euro. Dies müsse man bei den künftigen Haushaltsplanungen im Auge behalten, sagte Zimmermann.

Erfreulich stabil und mit einem positiven Vorzeichen entwickle sich, nach Worten des Kämmerers, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und den Finanzzuweisungen nach dem FAG. Aufgrund verschiedener Einsparungen und der Verlagerung von Maßnahmen bei den Ausgaben erhöht sich die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt um 100 0000 auf 628 000 Euro. Im Etat eingeplant wurde bereits die Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock für den Breitbandausbau, sowie die Mittel des Bundes für die Sanierung der Schule. Damit sei der Weg frei für diese zwei Großprojekte, die im kommenden Jahr angegangen werden sollen. Der Kostenaufwand für die Sanierung der Schule liegt bei 1,2 Millionen Euro, der bei der Backbonekonzeption beim Breitbandausbau bei 1,4 Millionen Euro.

Aber man sehe es bereits an den Summen: „Die Haushaltsbewirtschaftung 2018 beansprucht in hohem Maße den Bestand der Rücklagen“, sagte Zimmermann. Der Kämmerer geht davon aus, dass der Allgemeinen Rücklage 770 000 Euro entnommen werden müssen, sodass zum Jahresende in der Rücklage nur der Mindestbestand von 165 000 Euro verbleibt. Zimmermann stellte aber auch klar heraus: „Kreditaufnahmen wird es in Heroldstatt weiterhin keine geben“.

Risiken im Etat sieht Zimmermann keine. Das sah Rudolf Weberruß etwas anders. Alles, was man über den Breitbandausbau lese, gehe auch an Heroldstatt nicht spurlos vorbei. „Da müssen wir bestimmt mit Aufschlägen rechnen“. Das befürchtet auch Dietmar Frenzel, der dem Kämmerer aber bescheinigte, dass sich der Etat 2018 sehr wohl sehen lassen könne. Äußerst bedauerlich sei der Rückgang der Gewerbesteuer, worauf die Gemeinde aber in keinster Weise Einfluss habe.

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