Münsingen Wanderwege mit allen Sinnen erfahren

Beim Projekt wird es auch einen Fotokurs geben, bei dem Alblandschaften im Fokus stehen.
Beim Projekt wird es auch einen Fotokurs geben, bei dem Alblandschaften im Fokus stehen. © Foto: Ralf Ott
Region / swp 15.08.2018

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat das Ziel einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung. Zu letzterem läuft aktuell ein zentrales Projekt mit dem Titel „Der Weg ist das Ziel“. Es legt den Fokus auf Menschen, die in sozialen Einrichtungen im Biosphärengebiet leben oder arbeiten und wird finanziell durch die Allianz Umweltstiftung unterstützt.

Die Intention des Projektes „Der Weg ist das Ziel“, das die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit Unterstützung der Allianz Umweltstiftung entwickelt hat, ist es, Menschen, die in sozialen Einrichtungen leben oder arbeiten, die Möglichkeit zu geben, das Biosphärengebiet kennenzulernen. Mit gemeinsamen, kreativen oder experimentellen Aktivitäten und Exkursionen und auch bei der Mitarbeit im Rahmen von Naturschutzmaßnahmen dürfen sie den Begriff „Biosphärengebiet“ mit allen Sinnen erleben.

Die drei Sozialträger „Samariterstift Grafeneck“, „BruderhausDiakonie Buttenhausen“ und „Arbeit in Selbsthilfe“ kooperieren im Zuge des Projektes mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Klienten mit der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Den räumlichen Rahmen bilden drei der sogenannten „hochgehberge“, die Teil der geplanten Prädikatswanderwege im Biosphärengebiet sein sollen.

Entlang dieser Wanderwege sollen positive Natur- und Gruppenerlebnisse geschaffen werden – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren dabei Neues und auch wie es ist, gebraucht zu werden. „Die Natur soll Vehikel sein, um gesellschaftspolitische Fragen zu beantworten“, so Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung.

Vor einigen Wochen waren Mitarbeiter der Geschäftsstelle mit je einem kleinen Teilnehmerkreis der BruderhausDiakonie und des Samariterstifts Grafeneck auf Wanderung. Dabei stand das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. „Eine kurze Wanderung, ein genauer Blick auf einzelne Pflanzen oder das Lauschen und Bestimmen von Vogelstimmen und anschließend gemeinsam Grillen – viel mehr brauchte es fürs Erste nicht, um anschließend in begeisterte und dankbare Gesichter zu blicken“, freut sich Johanna Kulessa, Koordinatorin des Projektes in der Geschäftsstelle Biosphärengebiet.

Während der Projektlaufzeit sind weitere Aktivitäten wie das Kennenlernen des Lebensraums Wacholderheide und die Mitarbeit auf allen Stufen der Wertschöpfungskette von Wacholderspänen geplant. Ein Fotokurs mit anschließender Ausstellung zur typischen Alblandschaft oder ein kleiner Arbeitseinsatz zur Offenhaltung der Wacholderheide sind darüber hinaus geplante Aktionen.

Wichtig ist, dass die Teilnehmer „etwas anfassen, suchen, schmecken oder riechen können“, so Markus Mörike, Leiter des Samariterstifts Grafeneck. Auf diese Weise lassen sie sich begeistern und nehmen von einer Aktion auch am meisten mit.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel