Mehrstetten Waldumgang in Mehrstetten

Revierförster Michael Baur  (l.)  erläuterte beim Waldumgang in Mehrstetten unter anderem, wie ein Hangvollernter arbeitet.
Revierförster Michael Baur (l.) erläuterte beim Waldumgang in Mehrstetten unter anderem, wie ein Hangvollernter arbeitet. © Foto: Heike Feuchter
Mehrstetten / Heike Feuchter 16.07.2018

In Anlehnung an den Revisionsbericht hatten Revierförster Michael Baur und sein Vorgesetzter, Forstdirektor Alfred Krebs, zwei Waldbilder vorbereitet, welche Hauptwaldtypen der Gemeinde aufzeigten. Die interessierte Gruppe, in welcher sich neben Gemeinderäten um Bürgermeisterin Franziska Höchstädter auch Jagdpächter, interessierte Bürger und der ehemalige Förster Reinhard Metzger zusammenfanden, konnten dabei  im Böttental einen Hangvollernter im Arbeitseinsatz  bestaunen.

Der dortige 40 bis 60jährige Fichtenbestand gilt als labil und wird im Herbst mit dieser Maschine abgeholzt. Um den Teilnehmern einen Eindruck von der Arbeitsweise dieses Arbeitskolosses zu vermitteln, hat die Firma Buck aus Aichstetten eigens ihren Mitarbeiter Gerd Liveroff mit einem Hangvollernter nach Mehrstetten geschickt.

Michael Baur wartete mit profunden Kenntnissen über Arbeits- und Einsatzweise der großen Maschine auf, erläuterte die einzelnen Vorgänge und Arbeitsabläufe und beeindruckte mit technischen Zahlen: 20 Tonnen bringt der Vollernter auf die Waage, hat 270 PS unter der Haube und ist mit einem zehn Meter langen Kran ausgestattet. Seine Winde zieht zehn Tonnen, 400 Meter Traktionsseil sind auf der Winde und er kann ein Gelände mit bis zu 57 Prozent Hangneigung befahren.

Exemplarisch zeigte der Facharbeiter den Teilnehmern das Schneiden einer Gasse im Hang, was alle Anwesenden beeindruckte: Wie Streichhölzer zog er die Fichten aus dem Bestand, zersägte, entastete, schichtete auf. Mit diesem Verfahren werden im Herbst 23 Hektar Wald im Böttental geschlagen – das sind rund 750 Festmeter und damit nahezu die Hälfte des Jahreseinschlags.

„ In diesem labilen Fichtenbestand haben wir eine Verjüngung von 0,0 Prozent und machen Platz für Neubewuchs. Es bleibt spannend, wie sich der Wald hier entwickelt“, erklärte Baur die Maßnahme. Oberstes Gebot sei dabei jedoch die Schonung jedes Laubbaums im Bestand, um diesen die Chance auf Verjüngung zu geben ergänzte Forstdirektor Alfred  Krebs.

Prächtiger Buchenbestand

Das zweite Waldbild bot sich der Gruppe dann im Gewann Bodenhau: Dort steht ein 100-jähriger Buchenbestand, welcher mit prachtvollen Baumkronen beeindruckt. Von den Fachleuten gab es auch dazu ausführliche  Informationen und Zukunftsperspektiven, bevor sich die Teilnehmer beim abschließenden  Abendessen stärken und austauschen  konnten.

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