Das VR-Gewinnsparen ist eine Einrichtung, von der viele profitieren und welche den kollektiven Solidaritätsgedanken samt gesellschaftlicher Verantwortung in sich trägt: Von jedem 10 Euro-Los gehen 7,50 Euro aufs Sparkonto und 2,50 Euro als Spieleinsatz in die Verlosung, davon wiederum werden pro Los 63 Cent an gemeinnützige Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Schulen, Hilfsorganisationen oder Vereine gespendet. "Der Volksbank liegt es am Herzen, den Spargedanken zu fördern und dafür zu sorgen, dass Geld aus der Region wieder in der Region investiert wird", sagte Vorstandsmitglied Christian Bückle anlässlich der Verleihung. "Wir sehen das VR-Gewinnsparen als eine ganz moderne Interpretation der genossenschaftlichen Idee", führte er weiter aus.

Mehr als 7600 Lose der Kunden sorgten für ein Spendenaufkommen von 29 250 Euro, welches jetzt an die eingereichten Projekte ausgeschüttet wurde - ganz nach dem Motto "was einer nicht schafft, schaffen viele". Die Konzepte wurden von einer sechsköpfigen unabhängigen Jury in einer zielgerichteten Diskussion gesichtet, bewertet und mit 250 , 500 oder sogar 1000 Euro honoriert. Sechs Vereine und Einrichtungen stellten ihre Projekte bei der Veranstaltung vor und zeigten dabei die vielgestaltigen Vorhaben auf, welche nun durch die Spenden unterstützt, umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden können.

Einer der 1000 Euro-Hauptgewinne ging an den Förderverein der Münsinger Bäder. Dieser hat die Förderung des Schwimmsports samt ideeller und finanzieller Unterstützung durch Beiträge, Spenden und Veranstaltungen zum Vereinszweck und wird die Summe zu 100 Prozent an die Stadtverwaltung weitergeben erläuterte Vorsitzender Karl Thumm: "jährlicher Abmangel und steter Renovierungsbedarf sind für den Träger eine große Herausforderung".

Das Gruorner Komitee durfte sich für ihr Kooperationsprojekt mit der Schillerschule über denselben Betrag freuen: sechsmal im Jahr engagieren sich die Fünftklässler in Gruorn, erfahren dort Heimatgeschichte, die Materie Arbeit und erleben die Praxis des Ehrenamts. Das Geld fließt sowohl in die Projektarbeit als auch in weitere Vorhaben wie einen Internetauftritt für Kinder: "Wir sind es der Jugend schuldig, die Geschichte der Heimat an sie heranzutragen" erklärte der Vorsitzende Alfred Weber.

Ebenso gehen 1000 Euro an das Zirkusprojekt der Grundschule am Eisenrüttel in Dottingen - ein Kooperationsvorhaben mit Schülern von Haldenwang- und Dreifürstensteinschule : "Die Schüler sollen dabei Neues probieren, Grenzen überwinden, Talente erkennen, Kooperation und gegenseitige Hilfestellung erfahren" führte Rektorin Tanja Bosch-Ziegelmüller aus.

Mit dem "WELTbewußt"-Stadtrundgang der Schillerschule, dem internationalen Begegnungsprogramm "Join In-Enjoy" (Mach mit-hab Spaß) vom Fachdienst Jugend, Bildung und Migration der BruderhausDiakonie und dem "Bücherwurm Magolsheim", einer Lesekompetenz-Förderungsidee von Förderverein und Gustav-Mesmer-Realschule, wurden weitere der 77 Projekte vorgestellt.