Hayingen Über zwei Millionen fürs Netz

Die Förderbescheidempfänger zusammen mit Staatssekretär Wilfried Klenk.
Die Förderbescheidempfänger zusammen mit Staatssekretär Wilfried Klenk. © Foto: Privat
Hayingen/Trochtelfingen / swp/kü 08.12.2018

Staatssekretär Wilfried Klenk sieht das Land „als führender Standort für Künstliche Intelligenz. Daher brauchen wir flächendeckend schnelles Internet.“ Nur so könne es gelingen, in zehn oder 20 Jahren den wirtschaftlichen Wohlstand und die Arbeitsplätze im Südwesten zu halten, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration bei der Übergabe von Breitbandförderbescheiden gestern in Stuttgart. In den Genuss von Landesmittel kamen auch die Gemeinde Hayingen und die Stadt Trochtelfingen. Insgesamt übergab Klenk 83 Förderbescheide in Höhe von 17,2 Millionen Euro.

Hayingen hatte zwei Förderanträge mit jeweils über einer halben Million Euro gestellt. Bewilligt wurde jetzt eine Summe von 1,17 Millionen Euro. In Trochtelfingen waren es sogar drei – einen über 20 000 Euro und die beiden anderen mit jeweils fast 600 000 Euro. Stuttgart bewilligt die Summe von 1,192 Millionen Euro. Die Zusicherung der Mittel lobte auch der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski: „Wer richtig fix im Internet unterwegs sein will, braucht mindestens 50 Mbit“.

„Das Jahr neigt sich dem Ende zu, wir haben unseren Fördertopf voll ausgeschöpft und konnten in 30 Landkreisen den Breitbandausbau deutlich voranbringen“, bilanzierte Staatssekretär Klenk.

Die Investitionen in die Breitbandinfrastruktur spiegeln sich auch in den aktuellen Daten zur Breitbandverfügbarkeit wider. Bei der bundesweiten Erhebung zur Jahresmitte sei für über 83 Prozent aller Haushalte ein Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde verfügbar. Das sei eine Verbesserung von über zwei Prozentpunkten gegenüber Ende 2017.

Mehr als 92 Prozent des Landes verfügten über eine Download-Geschwindigkeit von 16 Mbit pro Sekunde. Spitzen-Übertragungswerte würden bei über 68 Prozent der Haushalte erreicht. Hier seien Internetverbindungen mit Downloadraten von mehr als 100 Mbit pro Sekunde verfügbar, so der Staatssekretär weiter.

„In seinem neuen Breitbandförderprogramm hat der Bund die Erfahrungen und Kritikpunkte aus der Praxis konstruktiv aufgegriffen und so die Voraussetzungen für eine bessere Kombinierbarkeit beider Programme geschaffen. Und auch das Land wird künftig Breitbandvorhaben, die vom Bund gefördert werden, zusätzlich mit einer wesentlich besseren Kofinanzierung unterstützen“, unterstrich Staatssekretär Wilfried Klenk.

Die Versorgung mit schnellem Internet sei grundsätzlich Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Von staatlicher Seite werde daher in erster Linie optimale Rahmenbedingungen für den Ausbau von nachhaltigen und vordringlich glasfaserbasierten Hochgeschwindigkeitsnetzen geschaffen.

Dort, wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht investieren, komme der kommunale Breitbandausbau mit staatlicher Hilfe ins Spiel. Genau hier setze das Programm an. Es bringe das schnelle Netz aufs Land um diese Gegenden nachhaltig attraktiv zu gestalten – als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Tourismus-Ziel.

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