Fest Trailfinger Backhaushockete

Die Holzofenbrote fanden bei der Trailfinger Backhaushockete reißenden Absatz.
Die Holzofenbrote fanden bei der Trailfinger Backhaushockete reißenden Absatz. © Foto: Heike Feuchter
Trailfingen / Heike Feuchter 26.06.2018

Lohnt sich eine Hockete für einen Tag? Wer sich das fragte  konnte in Trailfingen  entdecken, dass dieses Konzept sehr wohl aufgeht. Personelle Engpässe zwangen die veranstaltende Vereinsgemeinschaft aus Feuerwehr, Männergesangs-und Sportverein dazu, die lange Zeit zweitägig durchgeführte Veranstaltung auf einen Tag zu reduzieren: „Wir haben sie auf ein Level gebracht, welches für uns stemmbar ist und den Hock trotzdem am Leben erhält“ erklärte Ortsvorsteher Heinz Kurz.

Und der Plan ging auf:  zünftige Blasmusik, vollbesetzte Zelte und Gassen, verlockende Essensdüfte und ein qualmender Schornstein zeigten den Traditionshock um die Mittagszeit  in vollem Gange. Die idyllische Lage der Festivität inmitten vom Ort lud zum Verweilen, zum schwätzen, trinken, schnabulieren ein. Und bei letzterem hatten die Besucher nahezu die Qual der Wahl: knuspriges Spanferkel, knackige Seelen, deftige Krautschupfnudeln und die Festklassiker von Steak bis Pommes gingen in Konkurrenz mit den Backhausköstlichkeiten Rahm-, Zwiebel- und Scherrkuchen. Und natürlich gab’s auch das berühmte Holzofenbrot, welches sich viele als kulinarisches „Souvenir“ mit nach Hause nahmen.

Zur Unterhaltung spielte die Musikkapelle Rietheim auf, für die Kinder gab es diverse Spielmöglichkeiten. „Alle 70 Biertischgarnituren sind voll besetzt, also haben wir rund 700 Gäste hier“ freute sich Kurz.  Aber auch schon vor der Essenszeit waren die Bänke rund um die Tribüne gut belegt, denn der Festtag begann mit dem Gottesdienst, der von Pfarrerin Maren Müller-Klingler gehalten wurde. Posaunen- und Kirchenchor umrahmten ihn musikalisch und auch der Kindergarten brachte sich mit einem Beitrag ein.

Am Nachmittag  lud das Kaffee und Kuchenangebot zum Verweilen, gegen Abend wurde die Speisekarte  durch  das Vesperangebot Wurstsalat bereichert. Auch wenn der Hock nur an einem Tag stattfand, gab es doch für die Trailfingerinnen und Trailfinger  der Backteams einen mehrtägigen Arbeitseinsatz:  300 Holzofenbrote, welche weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, mussten  geteigt und gebacken werden, die Zutaten für 120 Zwiebel- und über hundert Scherr- und Rahmkuchen vorbereitet sein.

Vieles davon wurde Freitag und Samstag gemeinschaftlich geschultert – und wer schon einmal Zwiebel geschnitten hat, schätzt die Leistung der Teams umso mehr, denn die würzige Knolle wurde gleich säckeweise verarbeitet. Somit war am Sonntag alles bereit, damit sich   die Besucher an den frisch heraus gebackenen und ofenwarmen schwäbischen Köstlichkeiten erfreuen konnten.

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