Der Verein „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ hat sich dieser Tage in der Lautertalhalle in Lauterach zur jährlichen Mitgliederversammlung getroffen. Ein Rückblick auf das Jubiläumsjahr mit der Veranstaltungsreihe zur zehnjährigen UNESCO-Anerkennung des Biosphärengebiets und Neuwahlen standen auf der Agenda. Neben der satzungsgemäß anstehenden Wahl des Vorstands wurde auch über den Beirat neu entschieden. In beiden Gremien gab es personelle Veränderungen. Landrat Thomas Reumann wurde einstimmig als Vereinsvorsitzender wiedergewählt.

Der Hausherr Bürgermeister Bernhard Ritzler begrüßte die Anwesenden in der Lautertalhalle in der Gemeinde Lauterach. Thomas Reumann, Vereinsvorsitzender und Landrat des Landkreises Reutlingen, wies zu Beginn der Sitzung auf das Jubiläum zur zehnjährigen UNESCO-Anerkennung und der damit verbundenen Veranstaltungsreihe sowie der medialen Präsenz in der Öffentlichkeit hin. „Unser Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist ein Leuchtturmprojekt, das zu uns und unserer Region passt und zukunftsorientierte Antworten auf die Herausforderungen von Morgen und Übermorgen gibt. Wir sind eine nachhaltige Modellregion, die europaweit Beachtung gefunden hat, weil wir hier viele Tausend Menschen mit guten Ideen haben, die mit Leidenschaft für ihre Heimat die Ärmel hochkrempeln und durchstarten. Auch im zehnten Jahr seines Bestehens ist unser Biosphärengebiet Schwäbische Alb ein geballtes Stück Zukunft.“

Neue Mitarbeiter in der Geschäftsstelle

Im Anschluss begrüßte Reumann die neuen Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets. Diese wird nun durch Britta Düsterhaus und Andrea Klemer, beide für den Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Hannes Rau für den Bereich Partnerinitiative, Naturschutz und Tourismus sowie Dr. Dorothea Kampmann für den Bereich Schutzgebietsmanagement und Forschung ergänzt.

In seinem Jahresbericht unterstrich Reumann die Bedeutung der zahlreichen Förderprojekte, die das Biosphärengebiet mit vielen Akteuren in den zurückliegenden Jahren auf den Weg bringen konnte. Mit der Förderrunde 2019 konnten seit Bestehen des Förderprogramms des Biosphärengebiets Schwäbische Alb im Jahr 2008 insgesamt 283 erfolgreiche Projekte mit knapp 2,77 Millionen Euro unterstützt werden, wodurch ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5 Millionen Euro im ländlichen Raum investiert wurde.

Sondermittel der Regierungsfraktionen

Aus den Sondermitteln der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und CDU wurden folgende fünf Projekte fortgeführt oder abgeschlossen: Sieben Biosphärenschulen aus drei Landkreisen wurden zertifiziert, die naturschutzorientierte Strukturanalyse der Schäfereien im Biosphärengebiet und die Erstpflege von Wacholderheiden wurden erfolgreich umgesetzt, das Projekt Schutz- und Entwicklungskonzept für Lichtwaldarten am Albtrauf wurde im Landkreis Esslingen zum Abschluss gebracht, im Rahmen der Veranstaltungsreihe Zukunftsforum Landwirtschaft fanden vier Veranstaltungen zum Thema „Wie soll sich unsere Landwirtschaft entwickeln“ statt. Die Wanderkonzeption für das Biosphärengebiet befindet sich gemeinsam mit dem Schwäbischen Albverein in der Umsetzung.

Änderungen im Vorstandsteam

Nachfolgend fanden die Wahlen des Vorstands und des Beirats statt, für deren Ablauf Achim Nagel, Leiter der Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb, die Regularien vorstellte. Thomas Reumann, Landrat des Landkreises Reutlingen, wurde als Vorsitzender einstimmig bestätigt, ebenso wie sein Stellvertreter Mike Münzing, Bürgermeister von Münsingen. Andreas Linsmeier von den Naturfreunden schied aus dem Vorstand aus. Barbara Lupp, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg, wurde als neues Mitglied in den Vorstand gewählt.

Wolfgang Schütz im Beirat

Bei den Mitgliedern des Beirats gab es folgende Veränderung: Johann Krieger, Jägervereinigung Ehingen, schied aus dem Beirat aus und Wolfgang Schütz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mythos Schwäbische Alb, wurde in den Beirat gewählt. Während der Auswertung der Stimmzettel waren sogenannte „Blitztische“ von den Mitarbeitern der Geschäftsstelle eingerichtet worden. Es gab hier für die Vereinsmitglieder die Möglichkeit, sich einzubringen und zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Landnutzung, Tourismus, Bildung und Naturschutz zu diskutieren. Die offene Runde wurde von den Mitgliedern gerne angenommen und genutzt, um Ideen und Anregungen einzubringen. Es gab viele positive Rückmeldungen an das Team der Geschäftsstelle sowie konstruktive Ideen zur Weiterentwicklung in den einzelnen Themenfeldern.

Zum Abschluss dankte Regierungspräsident Klaus Tappeser den Mitgliedern der Geschäftsstelle und dem Verein für die langjährige effiziente Arbeit und die gute Verankerung des Biosphärengebiets in der Region.

Seit 2014 unter neuem Namen aktiv


Im Februar 2014 wurde der Verein „PLENUM Schwäbische Alb e.V.“ zum Verein „Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V.“ weiterentwickelt. Aufgabe des Vereins ist es Ziele, Maßnahmen und Projekte im Biosphärengebiet Schwäbische Alb durch eine breite Einbindung und Beteiligung der Akteure vor Ort zu unterstützen. Vorsitzender des Vereins ist Landrat Thomas Reumann, er wird durch Bürgermeister Mike Münzing vertreten. Der gemeinnützige Verein mit seinem Sitz in Münsingen umfasst die drei Organe „Mitgliederversammlung“, „Vorstand“ und „Biosphärengebiets-Beirat“. Weitere Informationen gibt es unter
www.biosphaerengebiet-alb.de.