Am Freitagmorgen, den 22.01.21, ist ein 60-jähriger Autofahrer bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 312 tödlich verunglückt.

B312: Kontrolle über den Wagen verloren

Den Ermittlungen zufolge war der Mann gegen 6.30 Uhr mit seinem Suzuki Jimny auf der Bundesstraße von Pfronstetten kommend in Richtung Oberstetten unterwegs, als er in einer langgezogenen Linkskurve aufgrund von Straßenglätte die Kontrolle über seinen Wagen verlor und in den Gegenverkehr schleuderte.

Zwiefalten/Attenhöfen

Dort streifte der Suzuki zunächst das Heck eines entgegenkommenden Sattelzugs samt Auflieger und kollidierte schließlich mit der rechten Pkw-Seite mit einem hinter dem Sattelzug fahrenden Lastwagen. Der Suzuki wurde daraufhin nach rechts von der Fahrbahn abgewiesen. Der Laster stieß noch gegen eine Böschung am rechten Fahrbahnrand.

Nicht angegurtet: Fahrer aus dem Auto geschleudert

Der 60-Jährige, der nicht angegurtet war, wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und tödlich verletzt. Der 61 Jahre alte Lkw-Fahrer blieb nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt. Der entstandene Sachschaden wird mit etwa 18.000 Euro beziffert. Sowohl der Suzuki als auch der Lastwagen mussten abgeschleppt werden.

B312 war voll gesperrt - Zahlreiche Rettungskräfte vor Ort

Während der Unfallaufnahme war die B312 in beide Fahrtrichtungen bis kurz nach zehn Uhr voll gesperrt. Neben der Feuerwehr, die mit 20 Einsatzkräften zur Unfallstelle angerückt war, waren auch der Rettungsdienst und ein Notarzt vor Ort, ebenso wie die Helfer vor Ort des DRK aus Oberstetten. Auch ein Rettungshubschrauber war zwischenzeitlich angefordert worden. Die Verkehrspolizei Tübingen hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und sucht weitere Zeugen. Da der Fahrer des Sattelzugs seine Fahrt in Richtung Pfronstetten fortgesetzt hatte, wird insbesondere um Hinweise zu dem Fahrzeug mit polnischer Zulassung gebeten. An dessen Auflieger des Herstellers Krone wurden durch den Verkehrsunfall die Lichter an der hinteren, linken Ecke abgerissen. Zeugentelefon 07071/972-8660.

Feuerwehrkran auf Anfahrt

Aufgrund des Alarmstichwortes „Unfall mit Lastkraftwagen“ alarmierte die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Reutlingen zahlreiche Rettungskräfte an die Unfallstelle. Neben der örtlich zuständigen Freiwilligen Feuerwehr Hohenstein, die mit den Abteilungen Bernloch und Oberstetten ausrückte, wurden zur Überlandhilfe der Vorausrüstwagen und der Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Engstingen alarmiert. Zur Unfallstelle kam auch Kreisbrandmeister Wolfram Auch und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes. Aus Reutlingen rückte der Feuerwehrkran mit mehreren Begleitfahrzeugen aus. Da die Abteilung Berufsfeuerwehr bei diesem Einsatz gebunden war, wurde die Abteilung Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte vorsorglich zur Wachbesetzung alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte wurde der 60-Jährige bereits vorbildlich von Ersthelfern versorgt, berichtete Hohensteins Feuerwehrkommandant Tony Vöhringer. Während der Versorgung durch den Rettungsdienst erlag der Autofahrer dann aber seinen schweren Verletzungen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Auslaufende Betriebsstoffe

Die Feuerwehrleute unterstützten anschließend die Unfallaufnahme durch die Polizei und die Bergungsmaßnahmen. Zudem sicherte die Feuerwehr die Unfallstelle ab, aus den verunglückten Fahrzeugen wurden auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen, um eine Umweltgefährdung auszuschließen.