Anfang des Jahres 2018 beantragte Melanie Schuler für die Stadtmühle Gammertingen Fördermittel aus dem Leader-Programm. Durch die finanzielle Unterstützung der Leader-Aktionsgruppe Mittlere Alb wurde die Mühle modernisiert, ein Mühlenladen ausgebaut und der Familienbetrieb in dritter Generation zukunftsfähig aufgestellt. Gut zwei Jahre nach der Eröffnung zieht Melanie Schuler eine positive Bilanz. Die Modernisierung hat sich gerade in der aktuellen Pandemie als besonders wertvoll erwiesen.
Müllermeisterin Melanie Schuler hatte zusammen mit ihren Mann Sven vor rund sechs Jahren den elterlichen Mühlenbetrieb übernommen. Damit ist der Betrieb bereits in der dritten Generation im Familienbesitz. Um den Betrieb zukunftsfähig weiterzuentwickeln, plante Schuler Ende 2017 mehrere Modernisierungsmaßnahmen sowie den Ausbau eines Mühlenladens und beantragte eine Förderung bei der Leader-Aktionsgruppe Mittlere Alb. Durch die Zusage der Gelder aus dem europäischen Förderprogramm konnte das Dach und eine Filteranlage ertüchtigt und die Fassade neu gestaltet werden. Ebenso wurde ein neuer Lagerplatz geschaffen und ein Mühlenladen im bestehenden Gebäude errichtet. Das europäische Regionalentwicklungsprogramm unterstützte die Modernisierung mit 40 Prozent auf die Nettoinvestitionskosten, um dadurch Arbeitsplätze in der Region zu sichern, regionale Wertschöpfung zu steigern und den Beitrag zur Grundversorgung in der Stadtmitte auszubauen. Gut zwei Jahre nach Umsetzung der Maßnahmen zieht die Müllermeisterin eine positive Bilanz.
„Durch die Dachmodernisierung sind wir besser auf stärkere Wettereinflüsse eingestellt, wie zum Beispiel die Schneelast im diesjährigen Winter“ so Melanie Schuler. Dieser Aspekt war für die Müllermeisterin besonders wichtig, um die Produktion als Herzstück des Betriebs auch vor möglichen Wetterextremen besser zu schützen. Die neue Filteranlage hat sich im Betrieb besonders bewährt, die Temperatur im Gebäude lässt sich dadurch besser regeln. Das wirkt sich positiv auf die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Produkte aus. Durch die Erweiterung der Lagermöglichkeiten konnten die Produktionsabläufe optimiert werden. Die Anforderungen in der aktuellen Pandemie sind besser zu bewältigen, was zu Zeiten der Antragstellung noch gar nicht vorhersehbar war. Die Nachfrage der Mühlenprodukte hat sich während der Pandemie etwas verschoben. „Kunden kaufen mehr kleine Verpackungseinheiten und überhaupt ist die Nachfrage im Mühlenladen gestiegen“, erklärt Schuler. Der Ausbau des Mühlenladens hat sich in dieser Zeit „als Glücksfall erwiesen“, da die Kunden sicher und ohne direkten Kontakt bedient werden können. Unter dem Vordach, geschützt vor Wind und Wetter, wird die Kundschaft an der frischen Luft aus dem Laden heraus mit Mühlenprodukten versorgt.
Mit der Förderung der Stadtmühle Gammertingen hat Leader Mittlere Alb dazu beigetragen, den Betrieb zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und Arbeitsplätze zu sichern. Das Fazit von Melanie Schuler bestätigt aus Sicht des Regionalmanagers Hannes Bartholl auch die gute Arbeit des Beirats der Aktionsgruppe, welcher 2018 über die Projektförderung entschieden hatte. Die regionale Wertschöpfung und Nahversorgung vor Ort erweist sich in Pandemiezeiten als besonders wertvoll.

Projektförderung geht in nächste Runde


Wer die Umsetzung eines Projektes in 2021/2022 plant, kann sich jetzt beim Leader-Regionalmanagement in Münsingen melden. Projektanträge können beim Regionalmanagement ab sofort eingereicht werden. Kontaktdaten und weitere Informationen finden Interessierte unter www.leader-alb.de.