Die Personaldecke war knapp, der Aufwand groß: Bei der Umstellung aufs neue Haushaltsrecht hatten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, allen voran die der Kämmerei mit Jürgen Oettinger an der Spitze, gut zu tun, die Überstunden sind nach oben geschnellt. Jetzt ist das Planwerk fürs laufende Jahr fertig, ist Grundlage fürs Wirtschaften, für die Investitionen, die die Stadt auf der Agenda hat. Das ist mit einer Summe von 14, 7 Millionen Euro eine ganze Menge.

Ob sich auch alles realisieren lässt, muss sich allerdings erst zeigen: Zum einen wird die Stadt ob der Marktlage weiterhin mit zu teuren Angebotspreisen zu kämpfen haben. Zum anderen ist nicht klar, ob die Verwaltung mit der derzeitigen personellen Besetzung in der Lage ist, alle Aufgaben abzuwickeln, die vor allem im Zusammenhang mit den vielen Investitionen zu bewältigen sind.

Neue Stellen schaffen muss die Stadt aber auch fürs Freibad, für die Mittagsbetreuung in Schulen sowie für die Schulbegleitung und natürlich für die Kindergärten. Für die Freiwillige Feuerwehr wird ein hauptamtlicher Atemschutzgerätewart eingestellt. Mit insgesamt 10,2 Millionen Euro – letztes Jahr 9,4 Millionen Euro – schlagen die Personalkosten zu Buche. Das macht 30 Prozent des Ergebnishaushalts, früher Verwaltungshaushalt, aus. Der hat ein Volumen von 47 Millionen Euro.

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Investitionen steigen Jahr für Jahr


Die Entwicklung der Investitionsrate der Stadt Münsingen:
2015  5 Millionen Euro
2016 6 Millionen Euro
2017 8 Millionen Euro
2018 11 Millionen Euro
2019 14,7 Millionen Euro

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Millionen Euro beträgt das Volumen des Münsinger Haushaltsplans 2019. Davon entfallen auf den Ergebnishaushalt rund 47 Millionen Euro, auf den Finanzhaushalt 15 Millionen Euro.