Veranstaltung Spannung um den heiligen Gral vom Jörgenbühl

Beim Fußballwochenende in Dapfen, das unter der Regie des SV Lautertal ablief, gab es spannenden Sport zu sehen.
Beim Fußballwochenende in Dapfen, das unter der Regie des SV Lautertal ablief, gab es spannenden Sport zu sehen.
Sabine Zeller-Rauscher 26.06.2018

Fusion geglückt“, ist sich Armin Holder, der Vorstand des SV Lautertal spätestens seit dem Wochenende sicher. Holder gesteht aber auch, dass die Arbeit nicht weniger wurde, nachdem der SV Gomadingen und der SV Dapfen im letzten Jahr fusionierten. Alle Hände voll zu tun hatte Holder und sein Team am Wochenende auf dem Jörgenbühl in Dapfen, wo der Fokus auf das gesellige, sportliche Miteinander gerichtet war. Hauptutensil dabei, das runde Leder, welches kontinuierlich rollte.

Zunächst am Freitagabend beim klassischen Elfmeterturnier, das seit vielen Jahren schon fester Bestandteil des einst vom SV Dapfen ausgerichteten Sportwochenendes war. Alle Jahre wieder ein echter von freundschaftlichem Sportsgeist geprägter Stimmungsgarant, bei welchem Gerstensaft, Prickelwasser und hochprozentiges Zielwasser keine unwesentliche Rolle spielt. Auf ordentliche Züge aus der Shisha setzten heuer hingegen die „Kongeti Lions“, die Sieger des Turniers, die im nächsten Jahr vermutlich wieder auf Zitronentabak setzen werden.

Den Turniersieg hätte sich auch die Gummibärenbande, welche sich aus Spielerinnen des FC Engstingen zusammensetzte, gewünscht. „War wohl nix“, mussten sich die Mädels, die mit ihren altrosafarbenen Samtshorts als wahre Eyecatcher ins Turnier gingen, am Ende jedoch eingestehen. Die Enttäuschung hielt sich allerdings sehr in Grenzen. Wohl deshalb, weil sich das zuckersüße Gummibärenbandenteam sicher war, dass sie auf jeden Fall als Sieger der Herzen aus dem Turnier gehen werden.

Witzig die Lucky Loser-Runde, bei welcher die Verlierer aus der Vorrunde nochmals in ihrer eigenen Runde antreten konnten, um sich den begehrten heiligen Gral vom Jörgental, eine Zwei-Liter-Liesel, die dann nach Wunsch fürs gesellige Miteinander gefüllt wird, zu sichern.

Auf den Pott hatten es unter anderem einige Schüler aus der Abschlussklasse der Gustav-Mesmer-Realschule abgesehen. Am Ende ging er jedoch ans Team „Der Ansturm“. Den Titel „Sieger der Herzen“ musste sich die Gummibärenbande bei der Siegerehrung auf jeden Fall mit „Vorwärts Grafeneck“ teilen, einem durchaus ballsicheren Inklusionsteam, welches sich mit Unterstützung ihrer Betreuerin Nicole Dorow seit einigen Jahren schon einfach sauwohl auf dem Jörgenbühl fühlt, was jetzt mit einer Sonderehrung bei der Siegerehrung belohnt wurde.

Der Töpfles-Cup, ein Menschen zusammenführendes Spielsystem, welches aus den Reihen des einstigen SV Gomadingen stammt, stand am Samstag neben dem Public Viewing auf dem Programm. Die Regeln sind einfach erklärt. Jeder der Lust auf Fußball hatte, meldete sich an, kam danach namentlich in einen Topf, aus welchem dann mehr oder weniger wild durcheinander, die Mannschaftsaufstellung gezogen wurde. Ganz auf die Jugend war dann am Sonntag der Blick beim spannenden Neunmeter-Turnier gerichtet. Dabei ließ sich nicht sicher ausmachen, wer beim erfolgreichen Torschuss stolzer war. Die jungen Spieler und Spielerinnen oder der familiäre Fanclub am Spielfeldrand. Wie auch immer: Unterm Strich hat das Turnier gezeigt, dass im Sport das Miteinander immer punktet.

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