Münsingen Sonne steht 779 Stunden am Himmel

Die Herbstzeitlosen leiten, wie das Wort schon sagt, den Herbst ein.
Die Herbstzeitlosen leiten, wie das Wort schon sagt, den Herbst ein. © Foto: Archiv
Engstingen / Roland Hummel 06.09.2018

Das hohe Temperaturniveau des Früh- und Hochsommers setzte sich auch im Spätsommer nahtlos fort. Auch der letzte meteorologische Sommermonat hatte ein deutliches Wärmeplus und war auf der Mittleren Alb nach 2003 der zweitwärmste August seit über 100 Jahren.

Eine richtige Hitzewelle trat in der ersten Dekade auf mit Temperaturen bis zu 32 Grad Celsius. Ab und zu wurde das sonnige Badewetter durch einige nachmittägliche Regenschauer und Gewitter unterbrochen. Die kräftigsten Gewitter traten lokal am 8. August auf und trafen besonders den Raum Zainingen mit einer weißen Hageldecke.

Viele Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad gab es dann in der mittleren Dekade, Gewitter traten nur ganz vereinzelt auf. Das große Regendefizit konnte daher bei weitem nicht ausgeglichen werden, die Karstlandschaft war weiterhin richtig ausgetrocknet. Ab dem 24. August war die große Hitze dann vorbei, am 25. August wurden nachmittags nur noch zwölf Grad gemessen, in der Nacht auf den 26. August gab es in ungünstigen Muldenlagen sogar leichten Bodenfrost, wie auf der Engstinger Wetterstation registriert wurde.

Die ersten Anzeichen des Herbstes zeigten sich auch in der Natur mit dem Beginn der Herbstzeitlosenblüte. Am Monatswechsel war es zudem trüb und regnerisch. In den Prognosekarten waren jedoch die Anzeichen eines bevorstehenden Altweibersommers im September zu erkennen. Mit einer mittleren Temperatur von 18,4 Grad war der August um 3,3 Grad wärmer als normal. Nur im August 2003 war es in den letzten 100 Jahren auf der Mittleren Alb noch etwas wärmer, als das Thermometer auf 19,6 Grad geklettert war.

Heuer konnten fünf bis sechs heiße Tage verzeichnet werden, 2003 waren es im August immerhin elf Tage mit Werten über 30 Grad. Die Spätsommersonne schien 240  bis 250 Stunden lang. Normal sind es 205 bis 210 Tage. Dagegen setzte sich die Trockenheit der letzten Monate mit nur 50 bis 70 Millimeter Niederschlag (45 bis 65 Prozent) weiter fort.

Der meteorologische Sommer, das sind die Monate Juni, Juli und August, wies an der Klimastation Engstingen (705 m NN) eine Durchschnittstemperatur von 17,8 Grad aus. Das ist ein Plus von drei Grad, womit es sich um den zweitwärmsten Sommer seit über 100 Jahren auf der Mittleren Alb handelte. Der Sommer 2003 hatte eine Durchschnittstemperatur von 18,6 Grad.

Die Sonne schien 779 Stunden, normal sind 628 Stunden, womit der Sommer 2018 zum sonnigsten Sommer seit 15 Jahren wurde.

Der Niederschlag betrug 149 Millimeter. Normal sind es im Sommer 329 Millimeter. Ähnlich extrem trockene Sommer gab es auf der Mittleren Alb auch in den Jahren 1923, 1949, 1952, 1964 und 1983.

Weitere Informationen online unter www.wetterring.de.

32

Grad Celsius wurde in der ersten Dekade des Monat August gleich mehrfach auf der Mittleren Alb erreicht, womit er zum zweitwärmsten August seit über 100 Jahren wurde.

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