Mit insgesamt vier tatkräftigen Mitarbeitern ist das Bauhof-Team um Leiter Roland Kurz ein unverzichtbare Bestandteil der Gemeinde Pfronstetten. Sobald etwas repariert, montiert, neu installiert oder gereinigt werden muss, sind die fleißigen Dienstleister vor Ort.

Dächer von Gemeindegebäuden richten, Bäume stutzen und Sturmholz sicherstellen, um die Feuerwehr zu entlasten, sich um die Rasengräber in Tigerfeld kümmern, den Schallschutz in der Grundschule realisieren, die neuen Buswartehallen einrichten oder sämtliche Hydranten in der Gemeinde erneuern – dies waren nur wenige Arbeitsbeispiele, die Kurz bei seinem jährlichen Bericht vor dem Gemeinderat kurz und knackig präsentiert hat.
„Leider müssen wir auch immer häufiger Schändungen am Phänopfad richten“, ergänzt der Bauhof-Chef. Dass hier der Vandalismus deutlich zunimmt, bestätigt auch Bürgermeister Reinhold Teufel: „Ich glaube nicht, dass dafür jemand aus Stuttgart anreist. Daher muss ich die Eltern dringend darauf hinweisen, auf ihre Kinder zu achten.“ Wer geschnappt wird, soll nämlich ganz klar zur Kasse gebeten werden. Aber auch die geplanten Neuerungen entlang des Themenwegs sollen zeitnah umgesetzt werden: Mannshohe Tafeln in Baumform erklären künftig die Aufgaben an jeder Station, die Lösungen sind auf der Rückseite zu finden. Die Installationen lösen langfristig die kostenintensiven Flyer ab.
Weitere große Projekte, die bald anstehen, sind Pflasterarbeiten in Aichelau und Huldstetten sowie Dacharbeiten auf der Albhalle. Durch den nachträglich realisierten flachen Anbau ist eine etwa vier Zentimeter hohe Differenz zwischen Sandwichdach und Ziegeldach entstanden. Dies führte im Laufe der Jahre dazu, dass immer mehr Schmelzwasser von dort liegengebliebenem Schnee unter das Ziegeldach gelaufen ist und die Dichtigkeit der Gesamtkonstruktion nicht mehr gegeben ist. Um Lattung und Schalung fachgerecht erneuern zu können, muss vorerst die Photovoltaik-Anlage abgebaut werden. Diese soll für ihre Restlaufzeit bis Ende 2029 einen neuen Einsatzort haben: auf der ehemaligen Gaststätte Rose. „Dort ist zwar schon eine Solaranlage drauf, aber das Hauptdach ist noch frei und die Dachneigung steil genug“, so Teufel. Zudem müsse man das aufwändig renovierte Dach der Albhalle damit nicht durch das erneute Verschrauben der Anlage gefährden.
Ein echter Gewinn für den Trupp ist auch Thomas Hanner aus Steinhilben, der das Team sei 1. März verstärkt. Der gelernte Zimmermann war zuletzt bei der Straßenmeisterei des Landkreises beschäftigt und bringt somit breit gefächerte Kenntnisse in vielen Bereichen mit. Wie auch seinen Kollegen ist dem Vater von drei Kindern insbesondere das eigenverantwortliche Denken und Agieren wichtig. Dafür hatte der Schultes ein dickes Lob übrig: „Mir gefällt, dass die Bauhof-Mitarbeiter proaktiv mit Ideen auf uns zukommen und nachfragen, ob Mittel da sind.“
Derzeit befindet sich der Bauhof in einem ehemaligen Lagerhaus mit einer unzureichenden Grundfläche von etwa 90 Quadratmetern. Um den Bauhöflern optimale Arbeitsbedingungen gewährleisten zu können, wird nun in drei Bauabschnitten ein neues Gebäude im Gewerbegebiet an der B 312 neben der Straßenmeisterei entstehen. Die geplante Halle erstreckt sich über 36,8 Meter in der Länge und 16 Meter in der Breite und soll als zentraler Stützpunkt fungieren.
In sechs Achsen mit jeweils sechs Metern sind alle Anforderungen an einen funktionalen Bauhof abgedeckt. Der Warmbereich beheimatet den Werkstattbereich samt Maschinen und Lagerfläche, die Funktionsräume mit Dusche- und Umkleidebereich sowie einen Fahrbereich mit einer Hebebühne für kleinere Reparaturen und einer Waschplatte. Der Kaltbereich soll als Abstellbereich für Fahrzeuge, Kraftstoffe und Schmierstoffe dienen. „Die größte Herausforderung ist das starke Gefälle des Grundstücks“, berichtet Ralf Straub vom Architekturbüro Hartmaier und Partner aus Münsingen, der das Projekt begleitet. Insgesamt beträgt der Höhenunterschied vier Meter. „Bei 40 Kubikmeter Aushub kommen wir mit unserem Busle und dem Hänger an unsere Grenzen“, ergänzt Roland Kurz.
Ein obligatorischer Punkt auf der Tagesordnung stellte die Verpflichtung von Denis Arnold als Mitglied des Gemeinderats dar. Dieser rückt für den Ortsteil Aichelau nach.