Hohenstein SchwörerHaus Bike-Team und SchwörerHaus spenden 8400 Euro

Markus Amann und Christian Kuhn (links) vom SchwörerHaus Bike-Team sowie  Firmenchef Johannes Schwörer  übergaben insgesamt 8.400 Euro an Roman Schwenk und Heidi Winz zugunsten „Kinder brauchen Frieden“.
Markus Amann und Christian Kuhn (links) vom SchwörerHaus Bike-Team sowie Firmenchef Johannes Schwörer  übergaben insgesamt 8.400 Euro an Roman Schwenk und Heidi Winz zugunsten „Kinder brauchen Frieden“. © Foto: Maria Bloching
Oberstetten / Maria Bloching 16.07.2018

Für Markus Amann, Abteilungsleiter des Modernisierungsservices bei SchwörerHaus eine klare Sache: „So ein Rennen ist der Traum eines jeden Mountainbikers.“ Er hatte das Glück, zwei Startnummern für das Mountainbike-Etappenrennen „Cape-Epic“ in Südafrika zu ergattern und machte sich auf die Suche nach einem Partner. Mit Christian Kuhn wurde er fündig. Der Student absolvierte in der Firma eine Ausbildung zum Schreiner und ist ebenso wie Amann begeisterter Radler. Also bereiteten sie sich gemeinsam intensiv auf dieses Rennen vor, sie suchten Sponsoren, investierten für Flug, Startgebühr und Aufenthalt pro Person 6000 Euro und bauten sich Mountainbikes zusammen, die den Anforderungen der extremen Pisten in Südafrika gewachsen waren.

Klar war von Anfang an, dass sie für ein soziales Projekt an den Start gehen wollten, wobei ihre Wahl auf den Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ fiel. Dieser unterstützt sozial schwache Familien im Osten von Kroatien finanziell und materiell, außerdem engagiert er sich für ein Projekt, in dem missbrauchte Kinder und Jugendliche in einer Wohngemeinschaft mit 15 Plätzen ein neues Zuhause finden. Roman Schwenk und Heidi Winz fahren dreimal im Jahr dorthin, um vor Ort Hilfe zu leisten und Spenden genau dort abzugeben, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Aufgrund persönlicher Kontakte war es Markus Amann und Christian Kuhn nun ein Anliegen, dieses Engagement zu unterstützen. Im März machten sie sich nach Südafrika auf und starteten mit dem Vorhaben, die 700 Kilometer in sieben Tagen bei extremer Hitze und bei außergewöhnlichen Straßenbedingungen zu meistern: „Wir wollten nur ans Ziel kommen“, sagen sie. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Duo bereits 4200 Euro von Sponsoren gesammelt – fast alles Unternehmen, mit denen SchwörerHaus zusammenarbeitet. Nun galt es also durchzuhalten. „Körperlich war es kein Problem, wir waren beide fit. Aber mentale und gesundheitliche Schwierigkeiten setzten uns zu“, erzählt Amann. Sechs bis acht Stunden auf dem Rad auf Sand- und Dschungelwegen oder Holperpisten unterwegs zu sein, erforderte höchste Konzentration, außerdem hatten sie mit Durchfall und Magenschmerzen zu kämpfen. Jeden Tag schafften sie im Zeitlimit die Etappe, letztendlich kamen sie auf Platz 400 bei insgesamt 650 Teilnehmern ans Ziel.

Für Firmenchef Johannes Schwörer eine beachtliche Leistung, weshalb er diese Aktion auch finanziell unterstützt. „Etwas Gutes zu tun ist immer sinnvoll, allerdings ist es mir wichtig zu wissen, dass eine Spende auch dort ankommt, wo sie benötigt wird“, so Schwörer. „Kinder brauchen Frieden“ kann dies laut Schwenk und Winz garantieren und so hat Johannes Schwörer nun die von Amann und Kuhn gesammelte Sponsorensumme in Höhe von 4200 Euro verdoppelt. Ein Teil der 8400 Euro-Spende geht an die achtköpfige Familie Hada, die bei einer Handgranaten-Explosion Mutter und einen Sohn verlor. Ein anderer Teil kommt misshandelten und vernachlässigten Kindern aus sozialschwachen Familien zugute. Sie erhalten dadurch Hilfe bei Hausaufgaben, Kleidung, Essen und Wohnen.

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