Am 18. Februar 1993 nahm Herbert Clus als damaliger Werkmeister der Hohenzollerischen Landesbahn AG in Berlin-Wittenau an der Kremmen-Bahn den ersten NE81 der dritten Bauserie aus dem Herstellerwerk ABB Henschel in Empfang. Es war der Vt 41.
Auf den Tag genau 28 Jahre später verlässt der „Oisavierzgr“ frisch aufgearbeitet die Münsinger Betriebswerkstätte der Schwäbischen Alb Bahn (SAB). Nach der längeren Standzeit bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG) in Gammertingen waren doch manche Reparaturen nötig. Außerdem wurde der Triebwagen auf die Bedürfnisse der SAB angepasst. So ist der ehemalige „Landesbahner“ nach dem Umbau der elektrischen Kupplungen jetzt in Vielfachtraktion voll mit seinen „SAB-Brüdern“ kompatibel. Auch der Betriebsfunk der Erms-Neckar-Bahn und eine neue Vorheizungssteuerung wurden eingebaut. Das traditionsbewusste Farbschema der ehemaligen Hohenzollerischen Landesbahn wurde beibehalten und behutsam mit dem bekannten SAB-Design kombiniert. Dazu wurde der in seiner Substanz noch sehr gute Lack am gesamten Wagen grundgereinigt, aufbereitet und konserviert.
Zum Geburtstag seines alten Bekannten gratulierte ihm und der SAB der inzwischen im Ruhestand befindliche Werkstattleiter Herbert Clus mit einem ganz besonderen Geschenk: Clus schickte Aufnahmen von der Rohbauabnahme des Vt 41 im Sommer 1992 und der Abnahmefahrt am 18. Februar 1993. Sie bereichern nun das SAB-Archiv.