Einen besonderen Höhepunkt der bereits in der achten Auflage stattfindenden Sommertour bildete der Besuch des örtlichen Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Reutlingen, Michael Donth, bei der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB). Die beiden Geschäftsführer Bernd-Matthias Weckler und Volker Kosko sowie Prokurist Bernd Lutz begrüßten den Gast auf dem Münsinger Bahnhof.
Innerhalb von zwei Wochen galt es für den Abgeordneten ein ambitioniertes Programm mit insgesamt 34 Informationsterminen zu bewältigen, bei denen er auch tatkräftig mitarbeitete. Michael Donth gehört der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag an. Dort ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie Ausschuss für Tourismus. Folglich gab es eine Fülle an aktuellen Themen für den rund dreistündigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
Als „ausgewiesener Eisenbahnfachmann“, so berichtet die SAB, zeigte Donth sich vor diesem Hintergrund in besonderer Weise interessiert an den aktuellen Entwicklungen bei der Schwäbischen Alb-Bahn. Gerade die Ursachen und Auswirkungen der aktuellen Rad-Schiene-Problematik nahmen breiten Raum des Gesprächs ein. Denn neben den finanziellen Folgen durch die an den Fahrzeugen entstandenen Schäden bereitet vor allem der seit Ende April 2020 eingestellte Zugverkehr zwischen Engstingen und Gammertingen dem Unternehmen Sorge. „Wir hoffen aktuell Anfang Oktober wieder auf dem Gleis zu sein“, gab Geschäftsführer Bernd-Matthias Weckler einen vorsichtig optimistischen Ausblick.
Der Busverkehr ist ein junges Geschäftsfeld bei der SAB, welches von Geschäftsführer Volker Kosko vorgestellt wurde. In erster Linie beim Schienersatzverkehr und als Zubringer für SAB-Veranstaltungen im Einsatz, können die Busse auch für Transfer- und Ausflugsfahrten angemietet werden. Flaggschiff ist dabei der „Saurer-Alpenwagen“ aus dem Jahr 1953, der im Rahmen des SAB-Angebots „Albgut-Erlebnistag“ noch bis zum Ende der Sommerferien sonntags zwischen Albgut und Münsinger Bahnhof verkehrt.
Besonders stolz ist man bei der SAB auf Lokschuppen und Werkstatt, wo ein engagiertes Team an Fachleuten in der Lage ist, einen großen Teil der anstehenden Reparaturen und Umbauten mit Bordmitteln selbst zu erledigen. Hinzu kommen die fleißigen Hände des Vereins, die sich vorbildlich vor allem um das historische Lok- und Wagenmaterial kümmern.
„Die Schwäbische Alb-Bahn hat sich von einem Projekt einiger begeisterter Bahn-Enthusiasten zu einem wichtigen Anbieter im Nahverkehr auf der Alb mit mittlerweile über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt. Es ist wirklich beeindruckend, diese tolle Entwicklung der Alb-Bahn aus der Nähe beobachten und begleiten zu können“, fasste Michael Donth seine Eindrücke zusammen.
Während der abschließenden Fahrt mit einem planmäßigen SAB-Zug wanderte der Blick nicht nur auf eine trotz Regens wunderbare Alblandschaft, sondern auch in Richtung Zukunft. Wasserstoff als mögliche Alternative zum Dieselantrieb oder auch die Perspektiven für die künftige Regionalstadtbahn Reutlingen-Tübingen waren Themen, die umfassend beleuchtet und diskutiert wurden.