NABU Münsingen-Mittlere Alb Schramm braucht Kontrollgänger

Die Geehrten beim NABU Münsingen-Mittlere Alb: Rita Goller, Gunter Bischof, Helmut Attinger, Beate Spohn-Gundert, Andrea Klemer, Gerhard Zaharanski (v.l.).
Die Geehrten beim NABU Münsingen-Mittlere Alb: Rita Goller, Gunter Bischof, Helmut Attinger, Beate Spohn-Gundert, Andrea Klemer, Gerhard Zaharanski (v.l.). © Foto: Adrian Attinger
Münsingen / swp 15.02.2018

Gemäß seinem Auftrag kümmert sich der Naturschutzverein  NABU Münsingen-Mittlere Alb um folgende Haupteinsatzgebiete: Amphibienschutz in Buttenhausen und Gomadingen, Biotoppflege in der Hirschhalde, in der Langen Halde, im Sponis Wäldle und bei der Betreuung eines Pionierwalds. Hinzu kommt noch die Betreuung des Fledermauskellers bei Magolsheim, die Mitarbeit in Gremien wie der Verbänderunde und Vertretung von Natur und Artenschutzinteressen auf verschiedenen Ebenen. Einen Schwerpunkt bilden seit über 15 Jahren auch die naturpädagogischen Angebote für Kinder und naturkundliche Führungen für Erwachsene mit etwa einer Veranstaltung pro Monat.

In einem Bildervortrag nahm der Vorsitzende Helmut Attinger bei der Mitgliederversammlung bezug auf die verschiedenen Ereignisse des letzten Jahres. Dazu gehörten neben Vereinsfesten und Sitzungen auch verschiede Naturschutzprojekte.

„Die Zusammenarbeit Biosphäre und Kirche ist im letzten Jahr eingeleitet worden“, sagte Attinger. Diese soll die ökologischen Potentiale in kirchlichen Gebäuden und Gärten ausbauen. In Münsingen berät bei der Umgestaltung des Dekanatsgartens die Biologin des NABU, Karin Kilchling-Hink. Eine funktionelle Einteilung des Gartens wurde vorgenommen und ökologische Verbesserungen vorgeschlagen. Viele Aktive aus der Kirchengemeinde wirkten bei der Anlage des Gärtchens im Nordteil des Hauses in Eingangsnähe mit.

Bezüglich der Amphibienwanderung im Bereich von Buttenhausen rief Werner Schramm auf, dass noch einige Naturfreunde sich für die Kontrollgänge in dieser Saison zur Verfügung stellen, da er nur noch die Koordination übernehmen kann. Weiterhin stellte er das Problem dar, dass die Bewirtschaftung der angrenzenden Wiesen den Fortpflanzungserfolg der Amphibien im letzten Jahr zunichte gemacht habe. Es wurde in der Zeit als die Kleinkröten in die Wiese abwanderten gedüngt, sodass diese verätzt wurden.

Auch botanisch gesehen – die Artenvielfalt der Wiese hat sich in den letzten Jahren stark vermindert. Es sind fast keine Kuckuckslichtnelken und Wasserkreiskräuter mehr zu sehen. Hier herrscht Konsens, dass Schritte unternommen werden müssen, damit sich die Talaue wieder naturnah entwickeln kann und die Bewirtschaftung strenger kontrolliert wird. Die bunten Bilder zu den Führungen und Aktionen und betreuten Stände rundeten im Bericht die Reihe an Aktivitäten ab.

Nach dem Kassenbericht und der Bestätigung durch die Kassenprüfer erfolgten die Entlastung des Vorstandes und anschließend die Vorstandswahlen. Da alle Funktionsträger sich bereit erklärt haben, ihre Ämter weiter zu führen wurden sie von den Anwesenden ohne Gegenstimme für eine weitere Periode gewählt. Vorsitzender bleibt Helmut Attinger, stellvertretender Vorsitzender Jürgen Roitzsch und Kassenwart Rita Goller. Auch die Kassenprüfer Otto Ruopp und Annamaria Eisenschmid und die Albguidesprecher Gerhard Haag und Rita Goller führen ihre Ämter weiterhin aus.

Besonders gefreut hat den Vorsitzenden die große Zahl der Mitstreiter. Er würdigte dies mit den Ehrennadeln. Gunter Bischof, Gerhard Haag, Christel Hahn, Gerhard Zaharanski erhielten Gold, Beate Spohn-Gundert Silber, sowie Andrea Klemer und Brigitte Spiegler Bronze.

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