Fasnet Panzerknacker und Dominosteine

Hayingen / Reiner Frenz 13.02.2018

Närrisches Kaiserwetter herrschte gestern Nachmittag in Hayingen. Die Sonne lachte mit den vielen Närrinnen und Narren sowie Zuschauerinnen und Zuschauern um die Wette. Die eisigen Temperaturen konnten ja mit der passenden Kleidung erträglich gestaltet werden. Zudem war Glühwein im Angebot und fand auch reißenden Absatz.

Der Bürgermeister höchstpersönlich führte mit der Tafel in der Hand den Umzugsreigen an, in seiner aktuellen Verkleidung als (Gro-)kodil. Und wie es längst Tradition ist beim Hayinger Umzug, folgte Narrenschäfer Bruno Häbe mit dem Narrensamen im Gefolge. Dass danach sogleich die Zwiefalter Rälle dran waren und das in großer Zahl, ist ein Beleg dafür, dass die Beziehungen zwischen den Nachbarorten wieder im Lot sind.

Eine Besonderheit der Hayinger Umzüge sind die Laufgruppen aus dem Städtchen selber, die stets liebevoll kostümiert und verkleidet Frohsinn verbreiten. Seien es heuer die „Korken-Knaller“, die einige der Besucher mit Sekt erfreuten, die Jäger der Gruppe Hubert Schäfer, die Hochprozentiges ausschenkten und Landjäger verteilten, die Gruppe Rapp als Panzerknacker mit Nummern auf den roten Pullis und geschwärzten Augenpartien,  die Dominosteine der Gruppe Balbina Fuchsloch oder die Gruppe Karl-Heinz Häbe mit dem Thema „Feinstaub“.

Letztmals in diesem Jahr zogen und tanzten die Narren und Hexen durch die Straßen, trieben dabei allerlei Schabernack, wobei wie stets vor allem junge Damen „Opfer“ waren, die mit Konfetti überhäuft oder ihrer Mützen beraubt wurden, gar am Pranger durch die Stadt ziehen mussten. Nach eineinhalb Stunden hatte der Spuk ein Ende.