DRK Ortsverein befindet sich auf der Zielgeraden

Freude beim DRK. Das Foto zeigt (v.l.) Johannes Bartl, Stefanie Bächtle, Gernod Weber, Christian Schobert, Heiko Kalmar, Florian Schultheiß, Ralf Gierk, Lisa Gulde und Dr. Eberhard Rapp.
Freude beim DRK. Das Foto zeigt (v.l.) Johannes Bartl, Stefanie Bächtle, Gernod Weber, Christian Schobert, Heiko Kalmar, Florian Schultheiß, Ralf Gierk, Lisa Gulde und Dr. Eberhard Rapp. © Foto: Sabine Zeller Rauscher
Münsingen.  / Sabine Zeller-Rauscher 19.03.2018

„Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, so die erfreuliche Aussage des ersten Vorsitzenden Gernod Weber, der dabei seinen Blick auf die symbolisch dargestellten Spendenspritzen, die den aktuellen Spendenstand für die Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges aufzeigen, richtete. Knapp 84 000 Euro muss die Ortsgruppe bald für den neuen Krankentransportwagen auf den Tisch legen. Ohne Kredit machbar, angesichts des aktuellen Spendenstands von 77 400 Euro.

Webers Dank ging an die Öffentlichkeit, die Geschäftswelt, das Beschaffungsteam und an die Kommunen. So gab es unter anderem von der Stadt Münsingen im Rahmen der Vereinsförderung 7000 Euro, aus dem Gomadinger Gemeindetopf 3500 Euro und auch aus dem Mehrstetter Rathaus wäre bereits ein positives Unterstützersignal gekommen, die die Spendenspritze dann weiter in Richtung Anschlag bringe.

Am 6. Juli soll dann die KTW-Einweihungsparty steigen. Weber ist sich sicher, dass das neue Fahrzeug noch mehr Motivation ins Team bringen wird und scherzte in Richtung Stadtbrandmeister Berthold Hofmann, „gell, wenn ma a neus Spielzeug hot, isch des schee“.

Wenn auch im Scherz gemeint, wollte Hofmann die Aussage in seinem kleinen Grußwort so nicht stehen lassen und unterstrich, dass die Beschaffung der Gerätschaften egal ob für  DRK oder Feuerwehr, dem Zweck dienen, dass die Mitglieder ehrenamtlich der Bevölkerung helfen.

Weber berichtete auch, dass im letzten Vereinsjahr erstmals bei den Kleidersammlungen der Versuch keine Plastiktüten mehr auszugeben unternommen wurde. Zum einen um die Vereinskasse zu schonen, zum anderen aus dem Umweltschutzgedanken heraus. „Versuch gelungen“, so das Fazit des Vorsitzenden. Von einem wirtschaftlich erfolgreichen Jahr konnte Kassier Ralf Gierk berichten.

Wie aktiv der Verein, 16 weibliche und 30 männliche Aktive, ist, zeigten einige Zahlen, die Lisa Gulde und Stefanie Bächtle vorbereitet hatten, deutlich auf. So wurden 1150 Blutspenden gesammelt, 76 Erste-Hilfe-Kurse mit insgesamt 1129 Teilnehmern durchgeführt, 65 Sanitätsdienste geleistet. 6738 gefahrene  Kilometer kamen dabei zusammen. 18 201 Kilogramm Kleiderspenden wurden von den fleißigen Machern gesammelt.

Auch das Sommerferienprogramm hatte wieder seinen Platz im Jahreskalender. Und weil in heutiger Zeit viel über soziale Medien läuft, ist die Ortsgruppe auch in Facebook präsent.

Nach dem Bericht der Bereitschaftsleitung stand der Entlastung der Vorstandschaft, die durch den stellvertretenden Bürgermeister Dr. Eberhard Rapp vorgenommen wurde, nichts im Wege. Rapp berichtet in seinem kurzen Grußwort, dass ihm ein befreundeter DRKler kürzlich den Verein kurz und knapp mit den Worten „des isch a gsonder Verein“ beschrieben hätte. Nach den Berichten konnte Rapp dies nur bestätigen.

Paul Jörg, Vorsitzender des Trägerverein DRK-Haus, ging auf die Sanierung der Appartements im DRK-Haus ein und Kreisjugendleiterin Kathrin Reiber, warb intensiv dafür, dass die aktuell fehlende Jugendgruppe nicht aus dem Fokus geraten darf. „Sobald wir jemand gefunden haben, wird’s wieder eine Jugendgruppe geben“, so Weber, der im anschließenden Gespräch mit unserer Zeitung, nochmal einen deutlichen Aufruf für ein ehrenamtliches Engagement im Bereich Jugendleitung startete.

  Urkunden gab es auch noch, wobei Johannes Jakober, Maya Klein und Elke Reddmann für fünfjährige Mitgliedschaft geehrt wurden. Patrick Reiff für 10 Jahre, Florian Schultheiß und Christian Schobert für 15 Jahre, Lisa Gulde für 20 Jahre und Heiko Kalmar für 25 Jahre. Ein nationales Geschenk für die Ortsgruppe hatte Mitglied Timo Reiff dabei. Reiff, der als Physio der 15er-Frauen-Rugby-Nationalmannschaft geschmeidige Gelenke und Sehnen macht, konnte kürzlich als Retter in der Not seinen Ortsverein gewinnen, nachdem ganz kurzfristig ein Notfall- Equipment für die Reise zur European Championship nach Belgien benötigt wurde. Die Münsinger Ortsgruppe half aus und erhielt jetzt zum Dank ein Foto der Nationalmannschaft und ein Originalshirt.

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