Das Silvesterfeuerwerk ist etwas in Verruf geraten – zu laut, zu viel Feinstaub, zu gefährlich. Aber das neue Jahr will ja doch irgendwie begrüßt sein und mit Raketen ist es halt doch am schönsten. Der Förderverein Magolsheim hat sich seine Gedanken zum Jahreswechsel gemacht und dabei entstand die Idee, sich zusammenzutun. Ein gemeinsames Feuerwerk statt der Einzelknallerei verbunden mit der Gelegenheit, mit Freunden und Nachbarn anzustoßen.

Der Förderverein hat um das Bürgerzentrum – praktischerweise am Ortsrand und in Höhenlage gelegen – Getränke und kleine Leckerereien aufgetischt. Die Stadt Münsingen hat die Schlüssel zum „Büze“ herausgerückt und so war mit wenig Aufwand alles bereit, was für einen Plausch nötig ist.

Feuerwerk im Mittelpunkt

Der Förderverein hat sich nicht lumpen lassen und von einer Fachfirma die erforderliche Pyrotechnik liefern lassen. Das Paket konnte sich sehen lassen: Etwa eine Viertelstunde lang jagte eine Rakete nach der anderen in den klaren Nachthimmel, um in allen Farben des Lichtspektrums Sternenregen zu entlassen. „Das bekommt allein so keiner hin“, beschrieb „Feuerwerker“ Ralf Lamparter die Vorteile des Dorf-Joint Ventures.

Das Feuerwerk und der Sekt zum Anstoßen wurden durch Spenden finanziert, jeder konnte in die Milchkannen der Fördervereinsvorsitzenden Madeleine Knehr einwerfen, was ihm das Spektakel wert war. Mit-Vorstand Andreas Dizinger sammelte hinterher die wohl gefüllten Kannen ein. Nach dem Kassensturz wird dann entschieden, ob es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben wird. Mehr Raketen und mehr Menschen zum Anstoßen – der Teil der Kalkulation ging schon mal auf. Und auch wenn es keine verlässliche Statistik gibt: gefühlt wurde im Dorf selbst weniger gezündelt. Dann hätten auch die Umwelt und die Haustiere was von der gelungenen Aktion gehabt.