Zum 31. Mal veranstaltete die Großengstinger Narrenzunft am Samstag ihren Großen Umzug – mehr als 75 Zünfte, Narrenvereine, Motivwagen und und freie Laufgruppen zogen durch die Straßen der Albgemeinde und verwandelten die Umzugsmeile in einen brodelnden Hexenkessel. Traditionell führten die Albra Gugga der Hausherrn den bunten Lindwurm an. Immer wieder sorgten in den folgenden gut drei Stunden andere Kapellen und Guggamusiker für den fetzigen Sound, der zur Fasnet dazu gehört, wie die Masken der Hästräger.

Gelbe Laufnummernkrawatte mit allen Narrenrufe

Ein wichtiges Utensil für die Zuschauer war die gelbe Laufnummernkrawatte, schließlich fanden sich dort alle Narrenrufe aufgeführt. Korrekt angewandt, verhalf das zu der einen oder anderen Leckerei – gegebenenfalls ließ sich so auch närrischer Unfug abwenden. Das klappte nicht immer und so wurden Schuhe ausgezogen, junge Leute – bevorzugt weiblich – verschleppt und auch schon mal kräftig durcheinander gewirbelt. Inmitten des närrischen Volks begrüßte der Großengstinger Zunftmeister Peter Brendle die Gruppen – unterstützt von Bürgermeister Mario Storz, der „seine“ Trochtelfinger Schreier selbst vorstellte.