Auf eine aufregende und sehr abwechslungsreiche fünfte Jahreszeit können die Zwiefalter Närrinnen und Narren zurückblicken. Die gelungene Fasnets-Jubiläumssaison – seit 90 Jahren gibt es die Rälle – fand am gestrigen Nachmittag einen weiteren Höhepunkt mit dem großen Narrensprung, dem zweiten Umzug binnen 14 Tagen. Schon enorm, was die Narrenzunft in dieser Saison hat schultern müssen.

Weil aber schon der Jubiläumsumzug mit bestem Wetter ein Riesenerfolg geworden war und auch die Zunftbälle von den Gästen viel Lob erfahren hatten, konnten die Rälle bestens aufgelegt ihren „normalen“ Umzug bestreiten. Der startete um 14 Uhr wiederum bei bestem Wetter, milden Temperaturen und einer doch ansehnlichen fröhlich gestimmten Zuschauerschar, die dem kleinen, aber feinen Umzug den passenden Rahmen gaben.

An der Spitze, wie könnte es anders sein, neben Fahnenschwingern und Fanfarenzug die verrückten Rälleradler, gefolgt von den Bären. Gut 30 Zünfte hatten den Weg in die Münstergemeinde gefunden und es waren einige dabei, die man noch nicht so häufig in der Region gesehen hat, die Andelfinger Biberzunft etwa, die Hanfertäler Eulenzunft, die Seeschrättala oder die Filnzinger Grias Boale. Mit die weiteste Anreise hatte wohl die Gräfliche Narrenschaft aus Tettnang. Den Abschluss nach einer Stunde bildeten wiederum die Zwiefalter Narren selbst mit Rälle, Gockeler, Hansel, Musikkapelle, Zunftrat und dem auf seiner Burg thronenden Burggrafenpaar Niklas und Silvia.